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Klarx-Update: Rasantes Mitarbeiterwachstum und Internationalisierung

Zeit für ein Klarx-Update! Denn das Münchner Startup Klarx hat im September 2018 eine Finanzierungsrunde von über 4 Millionen Euro abgeschlossen. Bereits in ein weiteres Land hat der Online-Baumaschinen-Verleiher expandiert. Nun wollten wir wissen, wie es dem Unternehmen ergangen ist — unser letztes Interview ist immerhin schon zwei Jahre her. Communications Manager Christian Holzapfel hat sich unseren Fragen gestellt.

Christian, wie habt Ihr die Investition aus der Series-A-Runde eingesetzt?

Communications Manager Christian Holzapfel klarx-Update

Unser Interviewpartner, Communications Manager Christian Holzapfel

Die Finanzierungsrunde haben wir vor allem genutzt, um unser Wachstum weiter zu beschleunigen. Das spiegelt sich vor allem in einer deutlichen Vergrößerung unseres Teams wider. Klarx hat mittlerweile mehr als 60 Mitarbeiter, von denen zuletzt vor allem im Business Development und Vertrieb neue Teammitglieder hinzugekommen sind. Darüber hinaus wird das Wachstum durch unser Marketing getrieben, wo unser Headcount auch gestiegen ist.

Denn auch wenn wir ein digitales Unternehmen sind und Online-Marketing unsere Domäne ist: Wir sind mit der Baubranche in einem B2B-Segment unterwegs, in dem Messen und Veranstaltungen noch eine große Rolle spielen. Da sticht die Bauma als größte Messe der Welt natürlich besonders raus, bei der wir natürlich vertreten waren.

Klarx-Update: Nach Österreich internationalisiert, mehr als 60 Mitarbeiter, und immer noch agil

Seit Kurzem seid Ihr neben Deutschland auch in Österreich am Markt. Wie liefen die Internationalisierungsvorbereitungen? Welche Fallstricke gab es auf dem Weg?

Wir haben den Markt in Österreich schon lange im Blick. Das liegt weniger daran, dass zwei unserer Gründer Österreicher sind, als daran, dass er strukturell sehr ähnlich zum Markt in Deutschland ist. Darum konnten wir uns sehr gut auf diesen ersten Internationalisierungsschritt vorbereiten. Das ist bei uns ja vor allem dahingehend wichtig, dass wir ein Netzwerk von Mietpartnern vor Ort brauchen, das bereits sukzessive aufgebaut wurde.

Auf Kundenseite ist das ähnlich, wird aber bei uns dadurch stark unterstützt, dass wir bereits Investoren aus Österreich haben. Die sind in der Baubranche aktiv und hatten teilweise auch schon vor unserem offiziellen Marktstart Maschinen in Österreich gemietet. Das ließ sich also alles sehr gut vorbereiten. Am Ende sind die ‚größten‘ Fallstricke die Kleinigkeiten, die beispielsweise an der Webseite oder AGB angepasst werden müssen und leicht übersehen werden. Wie vorherig angedeutet, haben wir aber mit dem wachsenden Team genau dafür neue Leute zu Klarx geholt, die bereits andere Startups internationalisiert haben. Darum war das für uns ein erfreulich reibungsloser Prozess.

Ein Snowpark und ein Weltrekord als Prelaunch-Event

Habt Ihr für den Launch in Österreich eine besondere Aktion geplant? Wie lief bei Euch die Internationalisierung ab?

Den Launch von www.klarx.at haben wir im Rahmen einer Presseveranstaltung am 20. Mai in Wien bekanntgegeben. In unserer Branche ist zunächst natürlich relevant, dass unsere Kunden auf ihren Kanälen über uns erfahren. Das ist neben der Online-Werbung auch die Fachpresse, die einen hohen Stellenwert hat.

Darum haben wir den Rahmen geschaffen, dass sich die Journalisten mit unseren Gründern und mir über die Neuigkeit austauschen können. Mitte April waren wir aber bereits vorab in Österreich sichtbar und aktiv. Wir haben mit dem Audi Nines eines der größten Snow-Events der Welt mit unseren Maschinen unterstützt. Zwei unserer Gründer sind ja ehemalige Profi-Snowboarder und noch mit entsprechend Herzblut dabei.

Zwei der Gründer, die Brüder Handschuh, sind ehemalige Profi-Snowboarder — da lag es nahe, dass Klarx beim Bau der Snowparks mit dabei war.

Das hat dann dazu geführt, dass Maschinen, die wir in Kooperation mit Wacker Neuson vermieten, auf gut 3.000 Höhenmetern auf dem Gletscher in Sölden die Snowparks gebaut haben. Neben beeindruckenden Bildern und einem genialen Teamevent für uns ist dabei auch ein neuer Weltrekord in der Quarterpipe entstanden. Somit waren wir auch vor dem eigentlichen Start unserer Vermietung in Österreich bereits dort auf diesem Event sichtbar und haben uns sozusagen etwas angekündigt.

„Mehr in die interne Kommunikation investieren“

Ihr seid mittlerweile über 60 Mitarbeiter, hast Du vorher gesagt. Haben sich die Unternehmensstrukturen angepasst? Wenn ja wie? Und habt Ihr es geschafft, Euch agile Startup-Prozesse zu erhalten?

Ja, das haben sie definitiv. Ich bin seit 2016 bei klarx dabei. In den Anfängen gab es sehr viel breitere Aufgabenfelder und “Schweizer-Taschenmesser”, die sich um diverse Themen gekümmert haben. Mit zunehmender Größe professionalisiert sich das natürlich und es bilden sich klarere Strukturen in Form von “Abteilungen” heraus. Ich finde das Wort Abteilung aber nicht wirklich passend, da wir mit den verschiedenen Bereichen immer auch crossfunktional und eben entsprechend agil in Projekten arbeiten.

Dazu gehört natürlich, dass man auch diese Arbeitsweise in entsprechende Prozesse gliedert, Rollen klar definiert und vor allem im Verhältnis zu der Frühphase mehr in die interne Kommunikation investieren muss. Das ist aber mit der zunehmenden Größe vollkommen normal und hat bei uns in dieser rapiden Wachstumsphase sehr gut funktioniert.

Die Vision: Klarx will mit seiner Plattform den gesamten Bedarf auf der Baustelle abdecken

Wo steht Ihr heute mit Eurem Startup? Wo wollt Ihr in fünf Jahren stehen?

Wir sind die klar führende digitale Plattform für die Miete von Baumaschinen in Europa. Dafür arbeiten wir mit unzähligen Mietpartnern zusammen, die allesamt dafür sorgen, dass wir unseren Kunden ein täglich größeres Angebot an Maschinen in immer mehr Ländern anbieten können.

Unser Fokus liegt momentan darauf, diese Rolle in Europa auszubauen und der zentrale Ansprechpartner für jeden Baumaschinenbedarf zu werden. In fünf Jahren werden wir unser Angebot erweitert haben und neben den Baumaschinen weitere Bedarfsfelder der Beschaffung auf der Baustelle abdecken. Da geht es dann auch um Baustoffe, Entsorgung und weitere Dienstleistungen. Der Kunde soll mit Klarx den zentralen Ansprechpartner haben, um seinen gesamten Bedarf auf der Baustelle abzudecken.

„Klarx ist sehr gut mit Investitionen aus der eigenen Branche gefahren“

Welchen Rat gebt Ihr anderen Gründern mit auf den Weg?

Für uns war ein komplementäres Gründerteam, das gut miteinander funktioniert, unverzichtbar. Bildlicher gesprochen: Unsere Gründer haben sehr verschiedene Stärken, ergänzen sich perfekt und können dadurch reibungslos unsere Vision verfolgen. Das ist die Grundbedingung, damit die Gründung überhaupt gelingen kann.

Darüber hinaus sollte man mit seiner Idee schnellstmöglich und immer wieder mit Kunden sprechen, um wirklich das Produkt zu bauen, das der Kunde braucht.

Was Investoren angeht: Klarx ist sehr gut mit Investitionen aus der eigenen Branche gefahren, die selber einen Nutzen am Produkt hatten und dadurch in das Feedback einbezogen wurden.

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