Bonventure sammelt 20 Millionen Euro für Sozialunternehmen ein

Der Münchner Impact-Investor Bonventure hat für seinen neuen Fonds Bonventure IV im Rahmen eines First Closing knapp 20 Millionen Euro eingesammelt. Weitere Geldgeber können voraussichtlich noch bis Mitte des nächsten Jahres einsteigen.

Als Zielvolumen für seinen vierten Fonds gibt Bonventure 40 Millionen Euro an. Die Investitionen des Fonds orientieren sich an den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen, Schwerpunkte sind beispielsweise die Bereiche Bildung & Chancengleichheit, ökologische Landwirtschaft, Erneuerbare Energie & Mobilität, Inklusion und Chancengleichheit, Gesundheit, Ressourcenschonung und Maßnahmen zum Klimaschutz.

„In den letzten 20 Jahren haben wir mehr als 50 Sozialunternehmen finanziert und begleitet. Seit kurzem ändert sich der Markt rapide: Die Sozialunternehmen sind professioneller aufgestellt, wollen schneller wachsen und können mehr Kapital aufnehmen. Damit einher verlängert sich auch ihr Hebel für gesellschaftlichen Impact“,

sagt Erwin Stahl, Managing Partner bei Bonventure.

Einzelinvestments bis 2,5 Millionen Euro

Bonventure kalkuliert mit einer Fondslaufzeit von zehn Jahren. Die Investitionsperiode soll fünf Jahre mit Verlängerungsoption von zwei Jahren betragen. Die Münchner planen, bereits Anfang 2021 die ersten Gelder aus dem Fonds an Unternehmen auszuzahlen. Die anvisierten Investments bewegen sich zwischen 500.000 Euro und 2,5 Millionen Euro. Bonventure fungiert dabei als Lead- oder Co-Lead-Investor. Die Mittel sollen ausschließlich an Unternehmen fließen, für die eine gesellschaftliche Wirkung zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells ist.

Neben der finanziellen Beteiligung unterstützt Bonventure die Sozialunternehmen auch bei der Geschäftsentwicklung, der Wirkungsmessung sowie mit seinem Netzwerk. Angela Lawaldt, Partnerin bei Bonventure, sagt:

„Viele unserer Investoren wollen neben ihrer Finanzierung gemeinsam mit den Unternehmern Probleme lösen und ihnen auf ihrem Weg zum Erfolg helfen. Gleichzeitig benötigen die Unternehmen punktuell Unterstützung, typischerweise bei Finanzen und Vermarktung oder einfach mit den richtigen Kontakten. Diese Synergie-Potentiale wollen wir noch stärker nutzen.“

„Sozialunternehmen bieten Produkte und Dienstleistungen, die die Gesellschaft wirklich braucht“

Sozialunternehmen würden nicht nur helfen, die Auswirkungen der Krise abzumildern, sondern sie hätten sich auch selbst als weniger krisenanfällig erwiesen, so der Investor. Jochen Herdrich, Partner bei Bonventure, sagt:

„Die Unternehmen in unseren aktuell laufenden Fonds BonVenture II und III leiden tendenziell weniger unter der Krise als herkömmliche Unternehmen. Und auch innerhalb der Fonds beobachten wir: Ein im Geschäftsmodell verankerter Social Impact ist gut für das Risikoprofil. Wir sehen, dass der Fokus auf die gesellschaftliche Wirkung den Teams und Gründerinnen einen besseren Zusammenhalt und ein größeres Durchhaltevermögen verleiht. Daneben bieten Sozialunternehmen Produkte und Dienstleistungen, die die Gesellschaft wirklich braucht.“

Simon Tischer

Seit Dezember 2015 schreibt Simon Tischer für Munich Startup. Vorzugsweise berichtet er über Studien, Hintergründe und von Veranstaltungen. Er studierte Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

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