Getnow findet Käufer und legt Neustart hin

Der Münchner Lebensmittellieferdienst Getnow musste im Oktober vergangenen Jahres Insolvenz beantragen und ging offline. Nun hat sich ein Investor gefunden, der das Geschäft bereits neu gestartet hat.

Der in Stahnsdorf bei Berlin ansässige Logistikdienstleister LIS GmbH hat Getnow zu Beginn dieses Jahres übernommen und will den Betrieb fortführen und weiterentwickeln.

„Wir freuen uns sehr, dass es trotz schwierigster Ausgangsvoraussetzungen gelungen ist, doch noch eine Zukunftslösung für die Marke und die Arbeitnehmer zu finden. Besonders positiv ist dies deshalb zu werten, da die eigenen Sanierungsbemühungen der Schuldnerin noch im Sommer 2020 gescheitert waren. Mit der Übertragung an den neuen Investor hat Getnow die Chance, wieder auf eine finanziell solide Basis gestellt zu werden und in der Wachstumsbranche der Lebensmittellieferdienste weiter eine gute Rolle zu spielen“,

so der Insolvenzverwalter Max Liebig. Der neue Getnow-Geschäftsführer Raik Scheffler sagt:

„Wir haben die Entwicklung der Branche seit langem mit großem Interesse verfolgt. Den Relaunch von Getnow sehen wir als bewusste Möglichkeit, hier die nächste Entwicklungsstufe zu beschreiten, das bisherige Dienstleistungsportfolio in relevante Zukunftsmärkte weiterzuentwickeln und die Position unserer mittelständischen Unternehmensgruppe am Markt zu festigen und auszubauen.“

Getnow ist bereits wieder online

Man arbeite aktuell intensiv daran, die Kunden so schnell wie möglich wieder mit den Dienstleistungen des Lebensmittellieferdienstes zu versorgen, so Scheffler. Die Website des Unternehmens ist bereits wieder online.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters seien mehrere potenzielle Investoren am Münchner Unternehmen interessiert gewesen.

„Die LIS bot im Ergebnis nicht nur für die Gläubiger, sondern auch für die weitere Entwicklung von Getnow die beste Perspektive“,

begründet Max Liebig den Zuschlag für LIS.