Foto: Letsact

Fonds Finanz und die Bayerische übernehmen Letsact

Zwei Münchner Versicherungen, Fonds Finanz und die Bayerische, übernehmen die Mehrheitsanteile an der Lets GmbH, Betreiberin der Volunteering-Plattform Letsact. Die Gründer Paul Bäumler und Ludwig Petersen bleiben weiterhin als Gesellschafter und Geschäftsführer an Bord.

Das 2018 gegründete Startup ist mit über 100.000 Nutzern und über 1.500 gemeinnützigen Organisationen nach eigenen Angaben Deutschlands größte Plattform für ehrenamtliches Engagement. Mit der App Letsact werden Ehrenamtliche mit Organisationen zusammengebracht. Ziel der Übernahme der Betreiberfirma Lets ist jedoch vor allem der Unternehmenskunden-Bereich. In diesem werden Software-Lösungen im Rahmen von Mitarbeiter- und Unternehmensengagement angeboten. Paul Bäumler, Gründer der Lets GmbH, sagt:

„Gemeinsam mit unseren neuen Gesellschaftern wollen wir insbesondere den Business-to-Business-Bereich der Lets GmbH ausbauen und das Thema Corporate Volunteering fest in der deutschen Unternehmenslandschaft verankern.“

Norbert Porazik, geschäftsführender Gesellschafter der Fonds Finanz, sagt:

„Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit sind schon lange ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Dabei ist uns immer wieder aufgefallen, dass Maßnahmen zur Umsetzung oftmals sehr kompliziert und bürokratisch sind. Das macht Letsact anders.“

Letsact-App wird gemeinnützig

Im Zuge der Übernahme hat das Startup beschlossen, seine App Letsact gemeinnützig weiterzuführen. Dazu wird ein nicht gewinnorientiertes Sozialunternehmen gegründet. Ludwig Petersen, Gründer von Letsact, sagt:

„Das Engagement der Bayerischen und der Fonds Finanz erlaubt es uns mit Letsact, das Ehrenamt in Deutschland und darüber hinaus leichter zugänglich zu machen und dadurch mehr Leute für eine gute Sache zu gewinnen.“

Im vergangenen Jahr traten die beiden Gründer des Startups in der Fernsehshow ‚Die Höhle der Löwen‘ auf und mussten herbe Kritik an ihrem Geschäftsmodell und der Unternehmensbewertung einstecken, erhielten aber auch viel Lob für die Idee.