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Lilium gibt Börsen-Debut an der Nasdaq

Das Münchner Flugtaxi-Unternehmen hat den Schritt an die US-Technologiebörse Nasdaq gewagt. Dazu fusionieren die Münchner mit einer bereits gelisteten Firma.

Lilium hat auf dem Weg aufs Börsenparkett eine Abkürzung über eine sogenannte SPAC gewählt, eine ‚Special Purpose Acquisition Company‘. Das Unternehmen Qell wurde zum Zwecke der Übernahme an der Börse gelistet. Durch die Fusion mit Qell haben die Münchner dessen Listung übernommen und werden nun selbst an der New Yorker Tech-Börse gehandelt.

„Für uns ist Lilium eine einmalige Gelegenheit“

Zuvor haben 98 Prozent der Qell-Aktionäre der Fusion zugestimmt. Das Flugtaxi-Unternehmen sammelt über den Börsengang rund 496 Millionen Euro (584 Millionen Dollar) ein. Das Geld soll in den Marktstart des siebensitzigen Flugtaxis fließen. Die bisherigen Anteilseigner der Münchner Firma übertragen ihre Anteile vollständig in das fusionierte Unternehmen. Daniel Wiegand, Co-Founder und CEO von Lilium sagt:

„Im Jahr 2015 haben wir unsere Reise mit der klaren Vision begonnen, dass der Flugverkehr dekarbonisiert werden muss. Wir haben ein Team und ein Produkt aufgebaut, um die Art der Fortbewegung radikal zu verändern. Sechs Jahre und fünf Generationen unseres Prototypen später sind wir diesem Ziel näher denn je. Der heutige Meilenstein bringt uns dem Start unseres Services im Jahr 2024 noch näher. Wir wollen nachhaltige, regionale Hochgeschwindigkeits-Flugreisen auf der ganzen Welt Wirklichkeit werden lassen.“

Barry Engle, CEO and Co-Founder von Qell, sagt:

“Für uns ist Lilium eine einmalige Gelegenheit, die an der Spitze einer völlig neuen Branche steht. Lilium kann die Reise auf Kurzstrecken revolutionieren und Menschen viele Stunden auf dem Weg von Stadt zu Stadt ersparen. Mit dem siebensitzigen Lilium Jet wird Lilium nachhaltige Hochgeschwindigkeitsreisen ermöglichen. Qell ist stolz, diese spannende Firma an die Börse zu bringen.“

Simon Tischer

Seit Dezember 2015 schreibt Simon Tischer für Munich Startup. Vorzugsweise berichtet er über Studien, Hintergründe und von Veranstaltungen. Er studierte Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

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