Großes Gazellen-Potenzial bei IKT-Startups

Großes Gazellen-Potenzial bei IKT-Startups

Die Gründungskultur in Deutschland entwickelt sich positiv, jedoch fehlen laut „Trendbarometer junge IKT-Wirtschaft“ mehr als einem Drittel der Jungunternehmern die Rahmenbedingungen für ein schnelles Wachstum. Trotzdem erwarten die befragten Startups in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) nach wie vor eine positive Entwicklung – und schnelles Wachstum wird zumindest von allen angestrebt.

„Trendbarometer junge IKT-Wirtschaft“ verzeichnet gute Stimmung bei jungen IKT-Unternehmen

Der jungen IKT-Branche in Deutschland geht es laut Umfrage gut: Sechs von zehn jungen IKT-Unternehmen haben derzeit eine gute Auftragslage und ganze 93 Prozent erwarten in den kommenden zwölf Monaten eine positive Auftragsentwicklung. Dies ist ein zentrales Ergebnis der Befragung „Trendbarometer junge IKT-Wirtschaft 2015“, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt wurde. Befragt wurden ehemalige Teilnehmer des „Gründerwettbewerb – IKT Innovativ“.

In Deutschland gibt es demzufolge ein erhebliches Potenzial an schnell wachsenden, innovativen jungen Unternehmen, sogenannten Gazellen. „Die ‚Gazellen‘ sind Hoffnungsträger für eine Erneuerung der Wirtschaft, für Wachstum und Arbeitsplatzaufbau aus einem dynamischen Gründungsgeschehen heraus“, sagt Dr. Jan Wessels, der mit der Durchführung der Studie beauftragt war.

Neue Finanzierungsmöglichkeiten als Alternative

Zum Problem wird jedoch oftmals die Finanzierung: 38 Prozent der jungen IKT-Unternehmen halten ihre Bestrebungen aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen für nicht realisierbar. Knapp ein Drittel zieht entsprechend den Schritt ins Ausland in Erwägung, weil in Deutschland für sie keine Chance auf ausreichend Wachstumskapital besteht.

Dabei sind die befragten Startups alternativen Finanzierungsmöglichkeiten gegenüber sehr offen. Zwar stehen klassische Finanzierungsmöglichkeiten wie Eigenkapital und Business Angels nach wie vor an der Spitze, die Alternativen erhalten aber zunehmend mehr Gewicht: Wagniskapital als Wunschfinanzierung ist in der Einschätzung der Startups gestiegen; immerhin 34 Prozent der IKT-Jungunternehmen sind zudem offen für Crowdfunding (2014 waren es nur 23 Prozent).

Positivere öffentliche Wahrnehmung

Nach Einschätzung der Startups wandelt sich auch die Wahrnehmung von Gründertum in Deutschland allgemein: Deutlich mehr als die Hälfte von ihnen registriert sowohl in Medien und der Politik als auch in der Gesellschaft zunehmend gründungsfreundliche Tendenzen.

Seit 2011 werden im Auftrag des BMWi regelmäßig junge IKT-Unternehmen nach ihrer wirtschaftlichen Lage, ihren Erwartungen für die Zukunft sowie aktuellen IKT- und gründungsrelevanten Themen befragt. Das gesamte Trendbarometer als PDF kostenlos zum Download.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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