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Erfolgsbilanz: Die Münchner Crowdfunding-Förderung

Im März 2018 startete die Münchner Crowdfunding-Förderung als bundesweit einmaliges Pilotprojekt. Wir ziehen nach einem Jahr Laufzeit eine Zwischenbilanz. 20 Projekte förderte die Landeshauptstadt, knapp 50.000 Euro flossen in Summe als Zuschüsse in die Projekte. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Erfolgsbilanz.

Vor genau einem Jahr, am 1. März 2018 ging das städtische Förderprogramm zur Unterstützung von kreativen Dienstleistungen für Crowdfunding-Kampagnen als bundesweiter Vorreiter an den Start. Bereit standen 30.000 Euro Zuschüsse, die Projektstarter beim Referat für Arbeit und Wirtschaft beantragen konnten.

Bundesweiter Vorreiter: Die Münchner Crowdfunding-Förderung

Die ursprüngliche Fördersumme war jedoch bereits im September ausgeschöpft. Denn 15 Projekte hatten die Fördergelder beantragt, um sich bei der professionellen Vorbereitung ihrer Crowdfunding-Kampagne unterstützen zu lassen. Also stockte das Münchner Wirtschaftsreferat die Summe auf. Und so wurden weitere fünf Crowdfunding-Projekte von hiesigen Kreativen bei der Erstellung von guten Videos, Texten, einem Logo oder bei einer Social-Media-Strategie unterstützt. Die damit einhergehende bessere Vernetzung zwischen Gründer- und Kreativszene war mit ein Ziel der Förderstrategie.

Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft, sagt:

„Die erste Zwischenbilanz unseres Crowdfunding-Förderprogramms kann sich sehen lassen: Aus dem Stand wurden im ersten Jahr bereits 20 innovative Projekte aus den verschiedensten Bereichen gefördert.

Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die zunehmende Relevanz von Crowdfunding im Gründungsgeschehen. Auch wenn nicht alle Finanzierungsziele erreicht wurden so ist doch die unternehmerische Erfahrung enorm wertvoll.“

Ein Rückblick

Nach einem Jahr Laufzeit der Münchner Crowdfunding-Förderung lohnt sich ein Blick zurück. Wie viele geförderte Projekte waren erfolgreich? Was waren die Crowdfunding-Highlights? Und wie konnten die Projektstarter durch die Förderung profitieren?

Gleich vorweg: Viele Projektstarter stellen bei der Kampagnendurchführung fest, dass Crowdfunding nicht nur hilfreich zur Finanzierung ist, sondern oftmals auch ein wichtiger Markttest für innovative Produkte — und gleichzeitig ein sehr gutes Marketing-Instrument. Diese Aspekte sind gerade für Jungunternehmen vorteilhaft, die noch keine starke Marke aufbauen konnten. Zwar steht nach Außen das Funding im Vordergrund, und immerhin acht von der Stadt geförderte Projekte erreichten ihr Finanzierungsziel. Letztlich geht es aber immer um mehr — und auch wenn ein Projekt die Kampagne nicht erfolgreich abschließen konnte, werden Projekte manchmal trotz allem umgesetzt.

Zwei erfolgreiche Kampagnen waren beispielsweise Brot am Haken und Carryyygum. Carl Heinze, Gründer des „kleinsten Gepäckträgers der Welt“ beschreibt die Vorteile der Münchner Förderung für die Kampagne von Carryyygum so:

„Für eine gute Kampagne entstehen am Anfang ja doch recht viele Ausgaben — zum Beispiel für die Videoproduktion oder eine Grafikagentur. Da kamen die 3.000 Euro von der Stadt für uns wirklich zur rechten Zeit. Außerdem ist der Hinweis auf die städtische Crowdfunding-Förderung auch ein gutes Trust-Element auf der Crowdfunding-Seite.“

Neben dem Interview mit Carryyygum hatten wir auch mit Michael Regnet von Brot am Haken über seine Tipps für andere Projektstarter gesprochen. Weitere Interviews zu anderen geförderten Projekten und ihren erfolgreichen Crowdfunding-Projekten werden nach und nach folgen.

Ein Ausblick

Auch ein Blick in die Zukunft lohnt sich. Denn neu hinzugekommen zu der bestehenden Unterstützung ist das Co-Funding-Programm ‚Munich Crowd‘ der Stadtsparkasse München. Das ergänzende Angebot, bei dem Crowdfunding mit klassischer Gründungsfinanzierung über die Bank kombiniert wird, gibt es erst seit Kurzem. Wir sind gespannt auf das erste Pilotprojekt.

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