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Erfolgreiche Series-A-Finanzierung für Ceregate

Nicht nur Elon Musks Startup Neuralink arbeitet an einem Computer-Brain-Interface (CBI), auch Ceregate aus München entwickelt eine softwarebasierte Schnittstelle zwischen Computern und dem menschlichen Gehirn. Nun konnte das Jungunternehmen erfolgreich eine Series-A-Finanzierungsrunde abschließen.

Die Software von Ceregate ergänzt bereits bestehende Therapien für neurologische Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson. Zudem entwickelt das 2019 gegründete Startup neue Therapieansätze auf dem Gebiet der Neurostimulation. So hat das Münchner Unternehmen eine Methode entwickelt, um den Prozess des sogenannten “Mind Writings” in die heutige konventionelle Tiefenhirnstimulation und andere Neuromodulationssysteme einzubringen. Bei der Tiefenhirnstimulation wird Hardware in das Gehirn oder Rückenmark des Patienten implantiert, die durch elektrische Impulse bestimmte Störungen wie Parkinson, Epilepsie oder Schmerzen therapiert. Durch die Verknüpfung der beiden Ansätze kann die CBI-Technologie von Ceregate Informationen in das Gehirn “schreiben” oder “übertragen”, anstatt nur passiv laufende neuronale Aktivität zu interpretieren.

Nachdem Ceregate im Januar dieses Jahres eine Finanzierung durch den High-Tech Gründerfonds (HTGF) erhielt und eine Proof-of-Concept-Studie mit über 15 Patienten erfolgreich abgeschlossen hat, konnte das Startup nun erneut Kapital aufnehmen. An der Series-A-Finanzierungsrunde ist auch der HTGF wieder beteiligt. Leadinvestor ist aber der europäische Healthtech-Investor Heal Capital. Ferner hat sich Truventuro der Runde angeschlossen. Die neue Finanzierung – über deren Höhe keine Details bekannt gegeben wurden – ermöglicht es Ceregate, die Ansätze weiterzuentwickeln und klinische Studien zur Kommerzialisierung der ersten Produkte durchzuführen.

„Wir sind heute in der Lage, Informationen direkt in das Gehirn zu übertragen – das ist ein revolutionärer Schritt. Mit unserer Plattform haben wir alle Voraussetzungen, um die Rolle unterstützender Informationen in der neurologischen Therapie zu verstehen, prinzipiell zu überdenken. Wir freuen uns darauf, dieses nächste Kapitel auf unserem Weg gemeinsam mit unserem neuen Partnern zu beginnen“,

erklärt Bálint Várkuti, Gründer und CEO von Ceregate.

Ceregate überzeugt die Investoren

Die Investoren zeigen sich von dem Potenzial des Startups überzeugt. Eckhardt Weber, General Partner bei Heal Capital, erklärt:

„Die Anwendung modernster Software bei bestehenden Hirnstimulations-Devices ist eine großartige Technologie, die die Lebensqualität der Patienten enorm verbessern kann. Mit Ceregate ist aus Deutschland heraus ein führendes Healthtech-Unternehmen auf dem Gebiet der Computer-Brain-Interaction entstanden, das genau in unseren Investitionsbereich passt. Es zeigt, wie das Zusammenspiel von Wissenschaft, Technologie und Medizin einen enormen Einfluss darauf haben kann, wie wir in Zukunft die Behandlung komplexer Krankheiten verbessern können.”

Und Tobias Faupel, Senior Investment Manager beim HTGF, ergänzt:

„Die exzellenten klinischen Daten zeigen den beachtlichen Fortschritt von CereGate seit unserem Seed-Investment im letzten Jahr. Wir sind beeindruckt von der Schnelligkeit und Umsetzungsstärke mit der das Ceregate-Team agiert und haben deshalb gerne an dieser Finanzierungsrunde teilgenommen.“

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2013 über das Digital Business. Schwerpunkt des studierten Politikwissenschaftlers sind die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen in Marketing und Handel sowie der Wandel am Point of Sales und die Digitalisierung des Einzelhandels. Nun freut er sich auf die Münchner Startup-Szene mit ihren kreativen Köpfen.

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