Die Qoa-Gründer Max und Sara Marquart.
© Qoa

Qoa sichert sich 5,2 Millionen Euro

Das Foodtech-Startup Qoa arbeitet an Schokolade ohne Kakao. Auf diese Weise will das Startup dazu beitragen, den Flächenfraß des Kakao-Anbaus einzudämmen. Nun konnten die Münchner Investoren von ihrer Idee überzeugen und 5,2 Millionen Euro (6 Millionen Dollar) Seed-Finanzierung einsammeln.

Im Schnitt isst jeder Deutsche 9,2 kg Schokolade pro Jahr, so Zahlen von Statista. Hierzu müssen jährlich etwa 5 Millionen Tonnen Kakao produziert werden, wofür auch Regenwald gerodet wird. Das im Jahr 2021 gegründete Startup Qoa will dieses Problem lösen, indem es in seiner Schokolade den Kakao ersetzt.

Hierzu setzt Qoa auf Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie, zum Beispiel aus der Hafer- oder Getreideproduktion. Diese werden mit speziellen Mikroorganismen fermentiert und anschließend geröstet. Durch den Einsatz von proprietären Mikrobakterien und Aromabildungsprozessen will Qoa dabei das charakteristische Geschmacksprofil und die Textur von Schokolade imitieren.

Nun konnte das Startup erfolgreich 5,2 Millionen Euro ins einer Seed-Finanzierungsrunde einsammeln. Angeführt wird die Runde von Early-Stage-Investor Cherry Ventures. Darüber hinaus haben sich zudem Fifty Years, Nucleus Capital, Tet Ventures, Trellis Road, Pioneer Fund und der neue Klima-Fonds World Fund an der Runde beteiligt.

Qoa soll 10-mal nachhaltiger als herkömmliche Schokolade sein

Gegründet wurde Qoa von den Geschwistern Sara und Maximilian Marquart. Sara ist Lebensmittelchemikerin und anerkannte Spezialistin für Geschmacksbildung mit über 10 Jahren Praxiserfahrung. Max hingegen ist ein Materialwissenschaftler, der bereits erfolgreich zwei Unternehmen gegründet hat. Sie sind sich sicher, dass sie mit ihrer Rezeptur Schokolade aus lokalen Zutaten herstellen können, die vegan und 10-mal nachhaltiger ist als herkömmliche Schokolade. Inzwischen hat das Startup acht Mitarbeiter.

Wer sich von der Qualität der Qoa-Schokolade überzeugen möchte, kann sich noch bis 14. November online um ein Testkit bewerben. Im nächsten Jahr will das Startup dann sein erstes Produkt auf den Markt bringen. Hierzu arbeite man bereits mit einem erstklassigen Chocolatier sowie anderen IndustrieexpertInnen zusammen.

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2013 über das Digital Business. Schwerpunkt des studierten Politikwissenschaftlers sind die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen in Marketing und Handel sowie der Wandel am Point of Sales und die Digitalisierung des Einzelhandels. Nun freut er sich auf die Münchner Startup-Szene mit ihren kreativen Köpfen.

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