Gastbeitrag: Innovationspotenzial voll ausschöpfen – Tipps aus der Forschung

Gastbeitrag: Innovationspotenzial voll ausschöpfen – Tipps aus der Forschung

Die Zusammenarbeit in Startups ist oft alles andere als traditionell. Neue Ansätze für Teamarbeit und Führung sind gefordert, um das Kreativitäts- und Innovationspotenzial im Team voll auszuschöpfen. Wie Ihr das schaffen könnt, zeigt die psychologische Forschung. Ein Gastbeitrag von Karolina Nieberle.

„Creativity is not a talent. It is a way of operating.”

— John Cleeve

Kreativität – die Fähigkeit, neue und nützliche Ideen, Lösungen oder Produkte hervorzubringen – schlummert in jedem von uns. Wie kann dieses Innovationspotenzial im Team voll ausgeschöpft werden? Hier erfahrt Ihr Tipps aus der psychologischen Forschung, die Euch dabei helfen.

Die gemeinsame Vision bauen

Wer kreative Leistung und Veränderung fordert, muss Sinn bieten! Dies gelingt uns durch eine gemeinsame Vision. Eine Vision malt ein Bild der Zukunft, gibt Antwort auf die Frage „Warum machen wir etwas?“ statt „Wie machen wir etwas?“

Wie einflussreich Sinnhaftigkeit für unsere Arbeit ist, zeigt Dan Ariely, der VersuchsteilnehmerInnen gegen Bezahlung mehrere Figuren aus Lego-Steinen bauen ließ. Einer Gruppe erzählte er, dass alle Figuren für spätere TeilnehmerInnen gesammelt und verwendet werden. Bei einer zweiten Gruppe wurden Figuren unmittelbar nach Fertigstellung vor den Augen der VersuchsteilnehmerInnen zerbrochen. Was zeigt sich? Die erste Gruppe baute deutlich mehr Figuren als die Zweite – es war der minimal erkennbare Sinn, welcher die Personen antrieb.

Eine Kultur der Fairness schaffen

Unternehmerisches Handeln ist oft auch mit Enttäuschungen verbunden: Es ist nicht möglich, alle Wünsche zu berücksichtigen. Hier kann Euch eine Kultur der Fairness helfen, um das Innovations-Potenzial im Team voll auszuschöpfen.

Die Psychologie unterscheidet dabei zwischen vier Fairnessarten: Ergebnisfairness (faire Verteilung von Ressourcen wie z.B. Gehalt), Informationale Fairness (Transparente Kommunikation ohne Hidden Agenda), Prozedurale Fairness (faire Prozesse und Entscheidungen) sowie Interpersonale Fairness (wertschätzender zwischenmenschlicher Umgang).

Für kreative Arbeit sind die interpersonale und die prozedurale Fairness besonders wichtig: Jeder Person im Team wertschätzend begegnen, Prozesse fair und transparent regeln und allen Teammitgliedern die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung geben – das sind klare Empfehlungen aus der Forschung. Eine Studie hierzu zeigte beispielsweise, dass Versuchspersonen, die im Anschluss an eine Aufgabe die eigenen Ideen erklären durften, eine Woche später in Kreativitätstests besser abschnitten als Personen, denen diese Möglichkeit verwehrt wurde.

Dream Team Startup – Wie läuft es bei Euch?

Ihr möchtet mehr erfahren über Eure eigene Zusammenarbeit? Ihr möchtet mehr erfahren über die psychologische Forschung? Für  Startups und innovative Teams gibt es derzeit im Rahmen eines Forschungsprojekts an der LMU München ein exklusives Angebot für Feedback, Teamreflexion und Teamentwicklung. Wir erforschen, wie kreative Arbeit in Teams tatsächlich abläuft.

Dafür führen wir mit Euch telefonische Kurzinterviews (~20 Min.) und besuchen Euch für ein spannendes Teamevent (~30 Min). Zusätzlich erhaltet Ihr die Chance auf einen individuellen LMU-Teamworkshop und 100 Euro Gutscheine für ein gemeinsames Teamessen. Das Angebot ist auf eine begrenzte Anzahl an Teams limitiert: First come, first served.

Das Projekt ist Teil einer Forschungskooperation des LMU Center for Leadership and People Management und der Durham University Business School (UK).


Über die Autorin

 M.Sc. Psych. Karolina Nieberle studierte Psychologie in Ulm und München. Sie ist Trainerin und Doktorandin am LMU Center for Leadership and People Management. In ihrer Promotion forscht sie zu Führung, Teamarbeit und Kreativität. In der Praxis trainiert sie die WissenschaftlerInnen der LMU München, fördert mit dem „Multiplikatoren-Programm“ innovative Projekte in der Hochschullehre und ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Interesse, am Projekt teilzunehmen? Mailt Karolina einfach.

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