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Die Wellenenergie-Pioniere – 7 Fragen an… Sinn Power!

Das 2014 gegründete Münchner Startup Sinn Power entwickelt ein Wellenkraftwerk. Die patentierte Technologie soll Menschen an allen Küsten der Welt günstig, zuverlässig und einfach mit erneuerbarem Strom versorgen. Der Gründer, Dr. Philipp Sinn, beantwortet unsere 7 Fragen und spricht über Visionen, „Weißwurscht“ und Wellenkraft.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? 

Dr. Philipp SinnMein Name ist Philipp Sinn und ich bin Gründer von Sinn Power. Auch wenn die Idee für ein bayerisches Startup ungewöhnlich ist: Wir entwickeln ein Wellenkraftwerk, das Menschen an allen Küsten der Welt günstig, zuverlässig und einfach mit erneuerbarem Strom versorgen soll.

Die Idee kam mir beim Segeln, wo ich die Kraft der Meere schon oft am eigenen Leib erfahren hatte und mich als Maschinenbauer natürlich fragte, warum diese enorme vorhandene Energie eigentlich nicht für die Stromerzeugung genutzt wird. In meiner Dissertation habe ich daraufhin eine Technologie entwickelt und patentiert. Heute, fast vier Jahre und mehrere Prototypenserien später, steht SINN Power mit unserem technischen Stand als führendes Unternehmen der Wellenenergie an der weltweiten Spitze.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Leider nicht! Und das wollen wir ändern! Die Solar- und Windenergie kennt inzwischen jedes Kind – und das ist auch ein toller Fortschritt in Richtung grüne Energie für alle. Die Wellenenergie ist dagegen trotz ihres enormen Potentials kaum einem bekannt. Die wenigen Versuche, sie zu nutzen, sind jedoch an den technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gescheitert.

Wellenenergie-Pioniere mit modularem, schwimmenden System

Wir haben deswegen ein einzigartiges modulares, schwimmendes System entwickelt, das diese Probleme vermeidet und aus der Auf- und Ab-Bewegung der Meereswellen einfach und günstig Elektrizität erzeugt. Unser Ziel als Wellenenergie-Pioniere ist es, dass in nur wenigen Jahren die ganze Welt die Meere als unendlich große Energiequelle wahrnimmt und im besten Falle auch große Teile der Energie daraus gewonnen werden.

Ein kurzes Video zeigt, wie das System aussehen kann:

3. Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

Ein großer Teil unseres bisherigen Erfolgs ist natürlich auf unseren neuartigen technischen Ansatz zurückzuführen. Die einfache, modulare Bauweise unseres Wellenkraftwerks erlaubt enorm schnelle Innovationszyklen. So sind wir in wenigen Jahren schon weitergekommen als andere Entwickler in den Jahrzehnten zuvor.

Das Sinn Power Erfolgsrezept basiert aber vor allem auf dem großartigen engagierten und motivierten Team, das den wichtigsten Pfeiler des Unternehmens darstellt. Ob in der Konstruktion, der Elektronik oder im Marketing – alle stecken viel Herzblut und Schweiß in ihre Arbeit, was sich am Ergebnis sehen lässt!
Zu guter Letzt treibt uns alle eine gemeinsame Vision an: eine neue Phase der Energieversorgung einzuleiten.

Das Team beim gemeinsamen Kochen mit Gründer Philipp Sinn.

Das Team beim gemeinsamen Kochen mit Gründer Philipp ©SINN Power

1 Mio. Forschungsförderungen plus 4,7 Mio. Funding

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Im letzten Jahr konnten wir uns eine Förderung der Bundesregierung über 1 Mio. Euro für ein Wellenenergie-Forschungsprojekt in Heraklion sichern. Hier können wir nun in den nächsten zwei Jahren unser Wellenkraftwerk testen. Einen ersten kommerziellen Kunden haben wir auch schon: eine Bio-Shrimp-Farm auf den Kap Verden, die wir mit Strom durch Meereswellen versorgen werden – ein Leuchtturmprojekt im Bereich der Wellenenergie!

All dies wird erst möglich, weil wir seit April durch ein Investment der Schweizer Kapital Global Impact Fund AG über 4,7 Millionen Euro unterstützt werden. Damit können wir unsere Technologie bis 2022 zur Marktreife bringen. – Es kann also serviert werden (obwohl wir hier in München dann doch eher die Weißwurscht mit süßem Senf bevorzugen 😉).

5. Was bedeutet München für Euch?

Als Unternehmen, das ein Wellenkraftwerk entwickelt, ist München natürlich auf den ersten Blick nicht der offensichtlichste Standort. Aber da ich mich als echter Bayer fühle, bedeutet München für mich auf jeden Fall erst einmal Heimat! Das fängt in unserem Unternehmen mit dem obligatorischen Weißwurscht-Frühstück mit Brezn am Freitag an, geht über die Diskussionen in der Mittagspause des letzten FC Bayern Spiels bis zum bayerischen Pendant des „Savoir-Vivre“ oder auch „Mir wissn hoid wia mas macha muas“.

Neben der gerade für Startups so tollen „Wir packen‘s einfach mal an“-Mentalität profitieren wir selbstverständlich auch von der Standortnähe zu den herausragenden technischen Unis wie der TUM und der Hochschule München, mit der wir eng zusammenarbeiten. So können wir sehr viel Wissen von hochkarätigen Ingenieurinnen und Ingenieuren übernehmen. Außerdem schöpfen wir von dem guten Netzwerk der Uni-nahen Innovationsförderer wie U-TUM, BayStartUp, Strascheg Center. Und praktischerweise sind am Industrie-Standort München viele unserer Lieferanten und Dienstleister direkt in der Nachbarschaft zu finden.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Auf der Epic Fail Night werdet Ihr uns in nächster Zeit sicher nicht erleben: Wir konnten uns ein stärkendes Netz aus Investoren und Business Angels aufbauen, nicht zuletzt durch das Investment über 4,7 Millionen Euro der Schweizer Kapital Global Impact Fund AG. Bis zur geplanten Marktreife unseres Wellenkraftwerks im Jahr 2022 ist unsere Entwicklung also gesichert.

Der Prototyp in Original-Größe an der Hafenmauer von Heraklion in Griechenland.

Der Prototyp in Original-Größe an der Hafenmauer von Heraklion in Griechenland. ©SINN Power

Dass das Konzept unserer Wellenkraft-Technologie funktioniert, konnten wir ja bereits ein halbes Jahr nach der Gründung anhand eines Prototypens in Original-Größe beweisen. Ob wir damit dann das nächste Unicorn werden? Vielleicht eines, das auf magische Art und Weise die Energieprobleme der Zukunft löst… — wer weiß?

7. Wandern oder Biergarten?

Beides! Bei Sinn Power unternimmt das ganze Team gerne mal zusammen eine Wanderung oder Radltour. Wir machen außerdem einmal die Woche mittags Sport und jeden Freitag gibt’s immer ein kleines get together mit Bierchen.

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