Foto: Beautymates

Beautymates: KI für bessere Hautpflege

Beautymates hat sich dem Thema personalisierte Hautpflege verschrieben. Dafür setzt das 2019 gegründete Startup Online-Tools wie eine KI-Hautanalyse oder eineN personalisierteN ProduktberaterIn ein. Warum auch die Community für das junge Unternehmen sehr wichtig ist, erklärt uns Gründer und CEO Patrick-André Wilhelm im Interview.

Munich Startup: Was macht Euer Startup? Welches Problem löst Ihr?

Unser Interviewpartner und Beautymates-CEO Patrick-André Wilhelm (Foto: Beautymates)

Patrick-André Wilhelm, Beautymates: Beautymates steht für vegane, hochkonzentrierte Wirkstoffkosmetik als individuelles Pflegekonzept. Dabei verstehen wir uns als Community-Brand, denn alle Produkte werden ausschließlich mit der Community zusammen entwickelt. Mit dem Beautymates Mix & Match System findet jeder Kunde die passende Pflege-Routine für das entsprechende Hautbedürfnis, denn alle Produkte sind miteinander kombinierbar, und die Intensität wird individuell bestimmt.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Patrick-André Wilhelm: Während meiner 15-jährigen Zeit im E-Commerce bei führenden Kosmetikmarken stellte ich fest, dass die meisten Produkte anderer Beautyunternehmen nicht auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten waren und die Kunden nicht in den Entwicklungsprozess eingebunden wurden – aber genau für diese werden die Produkte hergestellt.

KI analysiert anhand eines Selfies die Haut

Beautymates setzt direkt bei den Kunden an – die Kunden kommen mit ihren Bedürfnissen und Wünschen auf uns zu und zusammen mit ihnen und hochkarätigen Fachexperten entwickeln wir unsere hochkonzentrierten Booster. Das ist genau der Punkt, worin wir uns von anderen Unternehmen unterscheiden, denn diese diktieren ihren Kunden Hautbedürfnisse oder erschaffen sie.

Für uns ist es wichtig, dass jeder Kunde seine optimale Pflegeroutine bei uns findet. Wir wollen der Haut nur das geben, was sie braucht – nicht mehr und nicht weniger. Alle Produkte können kombiniert oder pur angewendet werden. Für die bestmögliche Pflegeexperience unterstützen wir die Kunden zusätzlich mit unseren Beratungstools, wie die Hautberatung in 3 Schritten mittels unseres Fragebogens und der künstlichen Intelligenz, die anhand eines Selfies die Haut analysiert und die passenden Produkte vorschlägt.

Munich Startup: Was ist Eure Gründungsstory?

Patrick-André Wilhelm: Ich wollte hochkonzentrierte, wirksame Kosmetik entwickeln und damit eine Beautymarke schaffen, deren Produkte nicht nur individuell auf die Hautbedürfnisse der Kunden abgestimmt sind, sondern die Community von Anfang an in die Produktentwicklung miteinbeziehen.

Allein, von zuhause aus, startete ich mit meiner Vision. Mit verlässlichen Partnern aus meinem Netzwerk bestehend aus Hautexperten, Entwicklern und Wissenschaftlern und meiner langjährigen E-Commerce-Kompetenz konnten schon bald die ersten Produkte gelauncht werden. Die enge Zusammenarbeit mit Konsumenten und Influencern war damals und ist heute noch ein wichtiger Bestandteil von Beautymates.

So entstand bis heute eine Serie von 9 Boostern und 2 Cremes. Dabei sollen die Produkte eins sein: einfach und unkompliziert. Die hochwirksamen Inhaltstoffe ziehen schnell ein, boosten die Haut und geben der Haut genau das, was sie braucht. Reduziert auf das Maximum, denn unsere Booster enthalten hochkonzentrierte Wirkstoffe, mitunter die höchsten Konzentrationen auf dem Markt.

Munich Startup: Was waren bisher Eure größten Herausforderungen?

Patrick-André Wilhelm: Als Startup hat man immer wieder mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen. Als neue, weitgehend unbekannte Online-Beautymarke mussten wir uns zu Covid-Anfängen mit der Verlagerung der Marketingaktivitäten der Big Player in den E-Commerce auseinandersetzen. Wir waren gezwungen, unsere Strategie mit einem kleinen Team rapide anzupassen und unsere Maßnahmen zu adaptieren. Wir konnten auf eine langjährige E-Commerce-Expertise zurückgreifen, die uns schnell wieder ins Spiel brachte.

Dadurch haben wir aber gelernt, dass wir besonders effektiv in Krisenzeiten agieren können und uns schnell an die neuen Gegebenheiten – wie leider aktuell durch internationale Konflikte und dessen Auswirkungen – anpassen können.

Neue Märkte und weitere Produkte

Munich Startup: Wo möchtet Ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?

Patrick-André Wilhelm: Seit der Gründung in 2019 wächst das Startup jährlich kontinuierlich. Wir planen die Erweiterung der Omni-Channel-Strategie (ggf. Offline-Märkte) für weitere Diversifikation des Risikos. Für die kommenden Jahre sollen außerdem neue Märkte im EU-Ausland erobert und weitere Produkte mit höchsten Wirkstoffkonzentrationen entwickelt werden.

Munich Startup: Wie habt Ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?

Patrick-André Wilhelm: Wir sind mit dem Startup-Ökosystem sehr zufrieden. Besonders attraktiv ist die Nähe zu wichtigen Partnern sowie die hohe Dichte an Fachkräften. Die Nähe zu Märkten wie die Schweiz, Österreich und anderen EU-Staaten ist ebenfalls ein großer Vorteil.

Munich Startup: Langer Atem oder schneller Exit?

Patrick-André Wilhelm: Wir konzentrieren uns momentan auf weiteres Wachstum sowie die Entwicklung neuer Produkte gemeinsam mit unserer Community.

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

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