Foto: Andreas Heddergott - LH München

Münchner Startups gehören in drei Branchen zur Weltklasse

Der Global Startup Ecosystem Report (GSER) 2018 wurde heute vorgestellt und  erstmals ist das Münchner Startup-Ökosystem in der weltweiten Studie vertreten. Die Analyse zählt München in drei Branchen zu den bedeutendsten internationalen Standorten.

Erklärtes Ziel der Studie ist es, Erfolgsfaktoren für Startup-Ökosysteme zu beleuchten und die erfolgreichsten Standorte in den jeweiligen Branchen zu identifizieren. Ein vergleichendes globales Ranking ist dieses Jahr nicht Teil der Analyse und soll erst 2019 wieder erscheinen. Der Report basiert auf Daten von über 10.000 GründerInnen in 45 Startup-Hubs weltweit. Nach eigenen Angaben liegt der Studie die weltweit größte primäre Daten-Erhebung zur Startup-Ökosystemforschung zugrunde. Erstmals nimmt München als dritter deutscher Standort neben Berlin und Frankfurt am Main am GSER teil.

München in drei Branchen Spitze

Die Studie untersucht zwölf Sektoren und Branchen, in denen Startups aktiv sind. Das Münchner Ökosystem wird in drei dieser Sektoren zu den weltweit führenden Standorten gezählt: Die Studie hebt zum einen die Stärke Münchner Startups im Fintech-Sektor hervor. Jeder neunte VC-Euro in München floss in den vergangenen fünf Jahren in Finanz-Startups. Die Autoren nennen dabei den Münchner Roboadvisor Scalable Capital als erfolgreiches Beispiel. Außerdem verweist die Studie auf die Stärke der heimischen Versicherungswirtschaft und den Insurtech-Accelerator des Werk1.

Eine zweite Stärke Münchens diagnostiziert die Studie im Healthcare-Bereich. Über 350 Firmen generieren demnach mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz in München. Als Schlüsselinstitutionen der Münchner Gesundheitsbranche nennt der GSER die Fraunhofergesellschaft, die Ludwig-Maximilians-Universität und die TU München.

Mit dem ADAC, BMW, MAN und Audi in der Stadt und der Region zählen die Autoren München außerdem zu den führenden Mobility-Hubs. 10% aller örtlichen VC-Investments flossen in die Branche. BMW wird mit seiner Startup Garage sowie dem Corporate-VC-Fonds BMW i Ventures als erfolgreiches Beispiel für die Zusammenarbeit von etablierter Industrie und Startups genannt. Wenig überraschend führt die Studie Flixbus als Erfolgsbeispiel in der Branche an.

Munich Startup ist Teil des Netzwerks von Startup Genome. Leiterin Gabriele Böhmer fasst die Stärken des Münchner Ökosystems zusammen:

„Das Münchner Startup-Ökosystem besteht aus weltweit renommierten Unternehmens-Partnern, einem ausgedehnten Netzwerk der Finanzindustrie, exzellenter Infrastruktur und führenden Universitäten in Deutschland und Europa. Eine Lebensqualität, die zu der höchsten der Welt zählt, rundet das Profil von München ab“.

„Auf dem Radar von weltweiten Talenten und Investoren auftauchen“

Eine besondere Bedeutung für den Standort bescheinigt der Report den Münchner Universitäten und der Hochschule München sowie den angeschlossenen Entrepreneurship-Centern.  Prof. Klaus Sailer, Geschäftsführer des Strascheg Center for Entrepreneurship, sagt:

„Wir freuen uns sehr, dass München nun im weltweit wichtigsten Report zu Startup-Ökosystemen mit seinen kontinuierlichen Rankings dabei ist. Einerseits ist eine solche internationale Vergleichbarkeit enorm wichtig und motivierend. Zum anderen hoffen wir auch, die Sichtbarkeit unseres Ökosystems kontinuierlich weiter zu erhöhen und verstärkt als attraktiver Standort auf dem Radar von weltweiten Talenten und Investoren aufzutauchen.“

Helmut Schönenberger, Geschäftsführer der UnternehmerTUM, kommentiert:

„Das Münchner Startup-Ökosystem wird von über hundert Support-Organisationen wie Startup-Inkubatoren, Acceleratoren, Entrepreneurship-Programmen, Co-Working Spaces, Coding Schools und Maker Spaces unterstützt. Das Besondere ist die offene Innovationskultur, die Startups mit Universitäten und etablierten Unternehmen verbindet.“

Claudia Schlebach, Abteilungsleiterin Unternehmensförderung bei der IHK München, sagt:

„Unternehmen in und um München bieten vielfältige Kooperationsmöglichkeiten. Multinationale Konzerne wie auch erfolgreiche Unternehmen des deutschen Mittelstands bieten Innovationsprojekte und arbeiten mit Startups zusammen, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Das hilft Startups, sich selbst zu finanzieren, da Erträge die beste Art der Finanzierung sind.“

Die vollständige Studie ist online abrufbar.

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