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Alternative zu Papier, Stift und Faxgerät in der Bauindustrie — 7 Fragen an… PAVE!

Was hat die Bauindustrie mit der Jagd- und Fischerei-Branche gemeinsam?  Sie alle zählen zu den am geringsten digitalisierten Industrien in Deutschland. Das Münchner Startup PAVE tritt an, um das zu ändern und die Bauindustrie  um einen digitalen Schritt nach vorne zu bringen.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch und Euer Produkt bitte kurz vor!

PAVE nutzt künstliche Intelligenz und moderne Web-Technologie, um Bauprojekte nachhaltiger und effizienter abzuwickeln. Dazu bieten wir ein Software-Tool für Baudokumentation, Aufgaben-und Mängelmanagement. Konkret können unsere Kunden über Smartphone und Tablet auf einen digitalen Bauplan zugreifen. Dort können Mängel, Tickets, Restleistungen, etc. auf dem Plan verortet und mittels Fotos (bearbeitbar), Text (Sprache zu Text Diktierfunktion), etc. beschrieben werden.

Die aufgenommenen Punkte sind sofort über alle Geräte synchron und können mit wenigen Klicks exportiert oder direkt an Nachunternehmer/Mitarbeiter weitergeleitet werden. In der Webansicht können alle aufgenommenen Tickets zusätzlich gefiltert und weiterbearbeitet werden, um beispielsweise weitere Vertragsunterlagen oder Leistungsverzeichnisse zu einem Punkt hinzuzufügen. Alle Funktionen sind dabei auch offline nutzbar. Um Wissen aus den erhobenen digitalen Daten zu generieren, nutzen wir Algorithmen aus dem Bereich künstliche Intelligenz, um u.a. die Qualität von Partnern zu bewerten, Mängelkosten vorherzusagen, etc.

Gegründet wurde PAVE Anfang des Jahres von Dr.-Ing. Patrick Christ (29, Ph.D in Datenverarbeitung und künstlicher Intelligenz), Florian Biller (26, Master in BWL), Florian Ettlinger (24, Master in Physik) und Sebastian Schlecht (25, Master in Elektro-und Informationstechnik).

Hauptwettbewerber: WhatsApp

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Die Bauindustrie ist nach der Jagd- und Fischerei-Branche die am geringsten digitalisierte Industrie in Deutschland. Lediglich 6% unserer Zielkunden nutzen derzeit digitale Tools in der Bauausführung. Die Industrie hat den Nutzen von Bausoftware jedoch mittlerweile erkannt und Firmen suchen aktiv nach Alternativen zu Papier, Stift und Faxgerät.

Im Vergleich zu anderen setzen wir auf einfache Handhabung und Verfügbarkeit über alle Geräte hinweg. Viele potenzielle Kunden nutzen genau aus diesen Gründen bestehende Bausoftwareangebote nur vereinzelt. Denn häufig sind diese ausschließlich für den Desktop konzipiert und nicht anwenderfreundlich. Den Hauptwettbewerb sehen wir derzeit nicht in diesen spezifischen Softwarelösungen, sondern vor allem in WhatsApp. Die Intuitivität von WhatsApp mit dem Fachwissen aus der Bauindustrie zu verbinden ist einer unserer großen Wettbewerbsvorteile.

3. Was war Eure bisher größte Herausforderung?

Neben operativen Herausforderungen sehen wir die größte Aufgabe darin, der Bauindustrie zu vermitteln, dass es nötig ist, Prozesse zu standardisieren und systematisch zu analysieren, um diese zu verbessern.

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Nach den ersten Monaten schauen wir sehr zuversichtlich auf die weitere Entwicklung. Nach einigen Beta-Testern Ende letzten Jahres konnten wir mittlerweile eine zweistellige Zahl an Kunden u.a. aus den Bereichen Architektur-/Ingenieurbüros, Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Immobilienverwalter, etc. für uns gewinnen. Mit der neu verfügbaren Offline-Funktion sind wir zuversichtlich, zukünftig noch deutlich schneller weitere Kunden zu erreichen.

Zentrale Themen: Neukundengewinnung und Produktentwicklung

5. Was bedeutet München für Euch?

Alle vier Gründer haben in München am Center for Digital Technology und Management (CDTM) studiert und sich auch dort kennengelernt. Das CDTM hat daher eine ganz besondere persönliche und fachliche Bedeutung für uns. Denn viel von unserem persönlichen Wissen, unseren Unterstützern und auch unser erstes Büro hatten wir dem CDTM zu verdanken.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Nach dem Launch von Anfang des Jahres, den ersten zahlenden Kunden und einer stetig steigenden Anzahl von Demoanfragen sind wir sehr zuversichtlich, mit PAVE auf dem richtigen Weg zu sein. Neukundengewinnung und die weitere Produktentwicklung sind dabei die zentralen Themen für uns.

7. Isar oder Englischer Garten?

Je nachdem, wo die nächste PAVE-Baustelle gerade näher ist.

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