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Bitkom rechnet für 2022 mit „stabilem Wachstum“ in der Digitalbranche

Bitkom rechnet für 2022 mit „stabilem Wachstum“ in der Digitalbranche

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

9. Februar 2022

2 Min. Lesezeit

Der vom Branchenverband Bitkom und dem Ifo-Institut ermittelte Index für die aktuelle Geschäftslage in der Digitalbranche stieg im Januar um 3,6 auf 41,8 Punkte. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate klettern um 7,0 auf 18,9 Punkte. Der Bitkom-Ifo-Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, verbesserte sich im Vergleich zum Vormonat um 5,4 auf 30,0 Punkte. Das Geschäftsklima erreicht damit das Niveau vor der Corona-Pandemie.

„Die Mehrheit der Digitalunternehmen darf sich über eine sehr gute Geschäftslage freuen und erwartet, dass die Zahl der Aufträge kurzfristig weiter zunimmt. An Nachfrage mangelt es kaum jemandem und die Zuversicht ist groß, dass die preistreibenden Lieferengpässe bald abgestellt werden“,

sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

„Für die Bitkom-Branche rechnen wir in diesem Jahr mit stabilem Wachstum.“

Im Arbeitsmarkt stehen die Zeichen ebenfalls auf Wachstum. Die Beschäftigungserwartungen legten deutlich zu und notierten bei 35,1 Punkten, das sind 5,9 Punkte mehr als im Vormonat. Die Mehrheit der Unternehmen will demnach in den kommenden drei Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen.

„Die Digitalbranche wird nach unseren Berechnungen dieses Jahr 40.000 neue Jobs schaffen“,

sagt Berg. Parallel dürften die Preise steigen. Der Preisindex legte um 5,7 auf 40,7 Punkte zu.

Personalsuche bereitet der Digitalbranche die größten Probleme

Personalsorgen sind aktuell das größte Geschäftshindernis in der Digitalbranche. Der Indikator für den Fachkräftemangel hat in der Digitalbranche einen neuen Höchststand erreicht. Mit 47,3 Punkten stieg er um 2,0 Zähler und notierte so hoch wie noch nie seit Ersterhebung 2006. Kaum Veränderung gibt es auf Nachfrageseite. Der Index für mangelnde Nachfrage stieg leicht um 0,6 auf 21,5 Punkte. Finanzierungsschwierigkeiten spielen derzeit mit 2,1 Punkten (-0,5) nahezu keine Rolle.

In der Gesamtwirtschaft hat sich die Stimmung ebenfalls aufgehellt, jedoch nicht so deutlich wie in der Digitalbranche. Das Ifo-Geschäftsklima legte um 1,9 auf 9,1 Punkte zu. Die Geschäftslage gab um 1,8 auf 19,1 Punkte nach. Die Erwartungen nahmen deutlich um 5,3 Punkte zu und notierten mit -0,4 nur noch leicht im negativen Bereich.

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