Munich Startup
Erfolgreiche Finanzierungsrunde bei Ottonova

Erfolgreiche Finanzierungsrunde bei Ottonova

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

24. März 2017

2 Min. Lesezeit

Der digitale Krankenversicherer Ottonova kann eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen. Neben den bisherigen Investoren Holtzbrinck Ventures und Vorwerk Ventures haben sich nun Tengelmann Ventures, b-to-v und die STS Ventures an dem Startup beteiligt. Die Gesamtfinanzierungssumme soll bei rund 15 Mio. Euro liegen, genaue Zahlen wurden allerdings nicht öffentlich genannt.

Das Münchner Startup Ottonova gründete sich 2015  mit dem Anspruch, dem privaten, eher traditionell geprägten  Krankenversicherungsmarkt mit einem innovativen Ansatz entgegenzutreten: Als  rein digitaler Anbieter, der sowohl die private Krankenvollversicherung (PKV) als auch Zusatzversicherungen im Programm hat. Im kommenden Juni will das Startup mit seinem Angebot online gehen. Damit wäre Ottonova der erste deutsche digitale Krankenversicherer.

Gründer Roman Rittweger kennt das Versicherungs-Business gut: In den 1990er-Jahren gründete er  ArztPartner Almeda — ein auf telemedizinische Gesundheitsservices spezialisiertes Unternehmen — das seit 2001 als Tochterfirma der Munich Re-Tochter DKV existiert. Außerdem entwickelte er für gesetzliche Krankenkassen Behandlungsprogramme für chronisch Erkrankte.

Ottonova verspricht in den kommenden Jahren keine Beitragserhöhung wegen Niedrigzinsen

Doch auch wenn die zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird Ottonova voraussichtlich weiteres Kapital benötigen. Denn wie jede private Krankenversicherung muss auch das Münchner Startup Alterungsrückstellungen für seine Kunden aufbauen. Problem: Die Zinsen sind gerade sehr niedrig, für die Rückstellung geht also ein Großteil des Beitrages drauf. Roman Rittweger meint dazu gegenüber der Süddeutschen Zeitung:

„Wir werden das durch niedrigere Kosten ausgleichen. Außerdem werden Sie bei uns in den kommenden Jahren keine Beitragserhöhung wegen niedriger Zinsen  erleben.“

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