Drei Räder in einem – 7 Fragen an… convert!

Drei Räder in einem – 7 Fragen an… convert!

Kauf ich mir ein Mountainbike? Oder doch lieber ein Rennrad? Aber ein Stadtradl brauch ich ja auch… Damit wir uns diese Fragen nicht mehr stellen müssen hat das junge Münchner Radl-Unternehmern convert  eine  Lösung und gefunden. Gründer Florian Roebbeling im Interview.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Florian und Fabian und nach fast zehn gemeinsamen Jahren in der Finanzkommunikation haben wir beschlossen, mal was „ehrliches“ zu machen. Also haben wir in den letzten 14 Monaten mit dem convert FF1 ein Fahrrad entwickelt, das man in weniger als fünf  Minuten vom Rennrad zum Mountain- oder Trekking-Bike umbauen kann.

Das Gründerteam Fabian Kunz und Florian Roebbeling (v.l.n.r.)

Das ist etwas für jeden, der unterschiedliche Räder haben will, aber ein Platzproblem hat. Also z.B. Camper und andere Urlauber, die verschiedene Bikes mit in den Urlaub nehmen möchten. Oder Menschen, die in Schwabing leben und eines oder sogar mehrere Räder aus Angst vor Vandalismus und Diebstahl in der Wohnung aufbewahren.

convert – drei verschiedene Fahrräder in einem

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Naja. Zugegeben: Gravelbikes, also Rennräder mit denen man auch mal auf einen Waldweg einbiegen kann, liegen grad voll im Trend. Aber mit dem convert FF1 gehen wir noch einen riesigen Schritt weiter. Bei uns kannst Du nicht nur die Laufräder, sondern auch die Fahrradgabel und den Lenker in Sekundenschnelle wechseln.

Dadurch verändert sich die Geometrie und die Sitzposition auf dem Fahrrad, jeweils auf den entsprechenden Anwendungsfall optimiert. Also drei komplett verschiedene Fahrradtypen — für den Weg zur Arbeit, den Ausflug in die Berge und das Training im Umland — mit nur einem Bike. Und der Umbau geht kinderleicht. So etwas hat sonst keiner im Programm!

3. Was war Eure bisher größte Herausforderung?

Such Dir was aus. Grundsätzlich ist der Fahrradmarkt schon sehr stark besetzt, da neu reinzukommen ist trickey. Es geht schon damit los, dass Du bei den — im Verhältnis — kleinen Stückzahlen am Anfang, deutlich teurer einkaufst und deutlich teurer produzierst als die großen Hersteller. Das macht auch das Produkt teurer. Auch die eingefahrenen Wege im Vertrieb müssen wir knacken. Nicht zuletzt gestaltet sich die Investorensuche bei so einem „old Economy“-Thema etwas schwieriger…

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Wir produzieren gerade eine Vorserie von sechs, sieben Bikes. Alle Rahmengrößen und schon so ausgestattet wie das finale Produkt. Sobald die Leute diese Fahrräder auf Veranstaltungen testen können, werden wir Vorbestellungen entgegen nehmen. Auslieferung der ersten 50 Bikes erfolgt dann nach der Messe Eurobike im Juli, auf der wir das Bike offiziell vorstellen werden. Fragt doch nach der Messe nochmal nach Zahlen…

München ist die perfekte Test- und Vertriebsumgebung

5. Was bedeutet München für Euch?

Der allererste Prototyp von Sommer 2017, hier als convert Rennrad.

München ist in vielerlei Hinsicht der perfekte Standort für uns — sowohl dienstlich als auch privat. Ich bin schon vor über 15 Jahren hierher gezogen, mittlerweile lebe ich mit Frau und zwei Kindern in Hadern und wir fühlen uns hier pudelwohl. Fabian ist hier geboren und hat fast sein ganzes Leben hier gelebt. Er ist auch Fahrradenthusiast, besitzt privat sieben Bikes und nutzt diese — wie viele andere Menschen auch — ausgiebig im Münchner Umland.

Der Großraum München, mit den hohen Mieten und dem vielfältigen Angebot für Biker ist also die perfekte Test- und Vertriebsumgebung für ein Produkt wie unseres. Allein die Produktion würde ich aufgrund von Pacht- und Personalkosten hier nicht ansiedeln wollen. Aber natürlich werden wir mit der Produktion in Deutschland bleiben.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Die convert GmbH wird, auch mit Blick auf unsere weiteren Produktideen, disruptiv auf den Fahrrad- und Mobilitätsmarkt wirken. Aber sie wird keine gigantischen Weltveränderungen hervorrufen. Dem entsprechend kann ich auch einen Epic Fail, wie wir ihn letztes Jahr bei einem Edel-E-Bike-Bauer gesehen haben, ausschließen.

Wir wollen vom Markt vorgegebene Problemstellungen durch innovative und nachhaltige Produkte lösen und dadurch eine langfristig erfolgreiche Firma aufbauen. Und das werden wir auch schaffen.

Am liebsten einmal alles!

7. Schweinshaxn oder Steckerlfisch?

Beides! Ich will Rennrad und MTB, und nicht „oder“! Wir haben das beim Fahrrad hinbekommen, nun ist es an der Zeit, dass sich hier ein Münchner Startup-Sterne-Koch findet, der ein bayerisches „Surf’n‘ Turf“ aus Haxn und Steckerlfisch kreiert. Gegebenenfalls auch verteilt auf mehrere Gänge, also z. B. Steckerlfisch als Vor- und Haxn als Hauptspeise. Wenn das dann noch anwenderfreundlich, also in diesem Fall verzehrfertig ohne große „Basteleien“ mit Messer, Gabel oder Fingern serviert wird, gibt’s dafür einen Markt. Ich bin der erste Kunde. Also: Wer kocht?

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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