Immunic fusioniert und geht an die US-Börse

Cleverer Sprung an die US-Börse: Über eine Fusion mit dem an der Nasdaq gelisteten Unternehmen Vital Therapies schafft die Martinsrieder Immunic AG über den Jahreswechsel einen schnellen und kostengünstigen Zugang zum US-amerikanischen Börsenparkett. Während sich die Vital-Aktionäre in die Minderheiten-Rolle begeben, blättern die Immunic-Investoren für die Maßnahme 26 Millionen Euro hin.

Der vor knapp drei Jahren aus der ebenfalls an der (allerdings deutschen) Börse gelisteten 4SC AG ausgegründete Wirkstoffentwickler im Martinsrieder Innovationszentrum IZB wird damit demnächst als Immunic Inc. an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet sein. Einer Anfang Januar geschlossenen Vereinbarung zufolge soll der indirekte Börsengang über einen Aktientausch erfolgen.

US-Börse: Immunic-Aktionäre erhalten 89 Prozent

Ein Investorenkonsortium aus Life Sciences Partners, Omega Funds, Fund +, Lifecare Partners, Bayern Kapital, dem High-Tech Gründerfonds und der IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt hat zugesagt, bei Abschluss der Transaktion rund 26 Millionen Euro in das Unternehmen zu investieren. Mit diesem Geld soll die weitere Arzneimittel-Entwicklung von Immunic vorangetrieben werden. Die Finanzierung wird voraussichtlich vor oder gleichzeitig mit dem Abschluss der Firmenfusion erfolgen, die von dieser Finanzierung abhängig ist.

Das gesamte Barguthaben des neuen Unternehmens wird dann zwischen 35 und 40 Millionen US-Dollar betragen und würde ausreichen, um die Entwicklung bis in das dritte Quartal 2020 zu finanzieren. An dem fusionierten Unternehmen werden Vital-Therapies-Aktionäre 11 Prozent und Immunic-Aktionäre 89 Prozent der Anteile besitzen.

CEO Vitt bleibt verantwortlich

Daniel Vitt, Chief Executive Officer und Präsident von Immunic, bleibt weiterhin am Steuer, die Zentrale wandert aber als formaler Firmensitz nach Boston in den USA. Die Transaktion wurde bereits von den Kontrollgremien beider Gesellschaften und den Aktionären von Immunic genehmigt. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 soll sie unter Dach und Fach sein.

Immunic hatte bereits zur Gründung eine deutschlandweit bemerkenswerte Serie-A-Finanzierung von über 30 Millionen Euro einwerben können.

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