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Sira: Innovative Konzepte für Betriebs-Kitas

Sira hat innovative Konzepte für betriebliche Kinderbetreuung auf den Markt gebracht. So lohnt sich das auch für kleinere Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen einen Mehrwert bieten wollen. Das machen Christina Ramgraber und David Siekaczek, die Gründer des gemeinnützigen Unternehmens, so erfolgreich, dass sie 2019 auf mindestens 15 bis 20 Standorte wachsen werden. Unsere 7 Fragen an Christina von Sira.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch und Eure Dienstleistung bitte kurz vor!

Wir sind ‚Sira Kinderbetreuung‘ und wir machen — wer hätt´s gedacht — Kinderbetreuung! Aber wir machen es ein bisschen anders als andere: wir initiieren unsere Projekte in der Regel in Kooperation mit Arbeitgebern und zwar mit kleinen und mittleren Firmen. Unsere Projektpartner sind die, für die eine Betriebskita auf den ersten Blick viel zu teuer erscheint. Unsere Angebote sind also zum Beispiel für Startups gedacht, die noch keine 3.000 MitarbeiterInnen haben, aber darauf angewiesen sind KollegInnen im Unternehmen zu halten. Unsere Projekte machen wir mit kleineren Firmen, die sich immer schon gewünscht hatten, eine Kinderbetreuung für Mitarbeiterkinder anbieten zu können, bis dato aber nur die großen und damit sehr teuren Betriebs-Kitas im Kopf hatten.

Wer ist wir? Das sind David Siekaczek, 36, BWLer und ich, Christina Ramgraber, 37, auch Wirtschaftswissenschaftlerin. Zusammengefunden haben wir bei unserem alten Arbeitgeber und so wussten wir, dass wir maximal unterschiedlich sind, uns aber deshalb auch maximal ergänzen.

Innovative Betriebskitas für Startups

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Ja, betriebliche Kinderbetreuung gibt´s schon längst, aber nicht in der Variante, die wir an unseren Sira-Standorten anbieten. Es gibt zum Glück noch ein paar andere und um die sind wir ganz froh, denn nichts ist wertvoller und spannender als der Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung des Marktes insgesamt.

3. Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

  • Das Gründungsteam.
  • Die Sturheit: Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel.
  • Die klare Vision: Wir wissen genau, wie wir als KollegInnen zusammenarbeiten wollen — nennt man auch ‚Unternehmenskultur‘.
Sira wurde 2017 als gemeinnütziges Unternehmen gegründet, um für andere (Jung-)Unternehmen betriebliche Mini-Kitas zu konzipieren. (© Sira)

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Seit 2017 — als wir Sira Kinderbetreuung als gemeinnützige GmbH gegründet haben — sind wir von 0 auf 10 Standorte gewachsen. In 2019 eröffnen wir nochmal fünf: in München, Straubing und Köln. Zu weiteren fünf führen wir konkrete Gespräche für dieses Jahr. Bis Ende 2020 sind 39 Standorte geplant. Wir sind zuversichtlich, das zu erreichen.

„Wir haben sehr von Mentoring-Programmen und Angeboten für Startups profitiert“

5. Was bedeutet München für Euch?

München gab uns die Möglichkeit, uns dank vieler Angebote für GründerInnen, entwickeln zu dürfen. Wir haben sehr von Mentoring-Programmen und Angeboten für Startups profitiert, insbesondere von den Angeboten des SCE und der Social Entrepreneurship Akademie. Zudem sind hier alle wichtigen Verbände und für uns relevanten Entscheider unterwegs, zumindest wenn es sich um Bayern als Standort handelt. Hier tut sich einfach ganz viel! Und das ist für innovative Konzepte eine ganz wichtige Grundlage.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Ach ja, das mit dem Unicorn… wir finden es wichtig, dass wir mit unserer Arbeit die Gesellschaft mitentwickeln, Verständnis zwischen MitarbeiterInnen und Arbeitgebern schaffen, gemeinsam Lösungen für Herausforderungen im Alltag einer Familie schaffen. Und klar, gut ist es natürlich, wenn sich das auch finanziell für alle lohnt — und das wird es! Da sind wir uns als Gesellschafter von Sira sicher. Zur Epic Fail Night komm ich trotzdem — denn man kann nie genug lernen!

7. Isar oder Englischer Garten?

Isar! Ganz klar!

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