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Travelloc entwickelt Social-Travel-App

Travelloc bietet mit der gleichnamigen App eine Kombination aus sozialem Netzwerk, Reiseführer und Empfehlungsplattform. Wir haben mit Tim Aumüller, einem der Co-Founder des Münchner Startups gesprochen.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

Travelloc wurde 2018 von Sebastian Leonhard, Sudhanshu Vora, Aref Attar und mir in München gegründet. Jeder von uns bringt wichtige Erfahrungswerte in das Unternehmen ein, und wir alle teilen eine gemeinsame Passion: das Erkunden und Teilen spannender Locations überall auf der Welt. Sebastian, 31 Jahre alt, war zuvor in einer Strategieberatung tätig. Ich bin ebenfalls 31 Jahre alt, und habe über drei Jahre den Aufbau von Deliveroo in Deutschland begleitet. Sud, 29 Jahre alt, ist ein erfahrener Software- und Mobile-Developer. Aref, 49 Jahre alt, verfügt über langjährige Management- und Business Development-Erfahrung.

Travelloc ist die neue Social Travel-App, mit der sich Locations spielend einfach entdecken, speichern und teilen lassen — maßgeschneidert auf den individuellen Geschmack und für jede Stadt auf der Welt. Wir greifen dafür auf die Erfahrungen nutzerspezifischer Netzwerke und von Gastro- und Reiseexperten zurück und bilden daraus für jeden Nutzer individuelle Reiseführer. Alles dreht sich also um Empfehlungen, denen man wirklich vertrauen kann. Denn unsere klare Mission ist es, den intransparenten Markt für Reiseempfehlungen zu revolutionieren und für Nutzer zugänglicher zu machen.

Tipps und Empfehlungen von Freunden und Bekannten

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Ganz im Gegenteil! Das Konzept hinter Travelloc ist einzigartig im Markt. Mit unserer App lösen wir ein Problem, das die meisten von Euch aus eigener Erfahrung kennen werden: man ist in einer neuen Stadt und sucht ein Restaurant oder die passende Bar für den Abend. Am verlässlichsten sind doch immer die Tipps und Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Einschlägige Rating-Plattformen treffen meist nur mit Glück den eigenen Geschmack. Für Empfehlungen aus dem persönlichen Netzwerk waren bisher jedoch unzählige Messages oder „Aufrufe“ in sozialen Netzwerken nötig, während man sich parallel durch Reisemagazine und Blogs gewühlt hat. Mit Travelloc bieten wir einen völlig neuen Ansatz, dieses Problem zu lösen und unsere Nutzer einfach und bequem an Orte zu führen, die genau ihrem Geschmack entsprechen.

3. Was war Eure bisher größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung bestand am Anfang darin, dass die Idee für Travelloc zwar vorhanden war, die Tech-Expertise für die Umsetzung allerdings nicht. Mit Sudhanshu haben wir schließlich unseren vierten Co-Founder gefunden, der als versierter Software-Entwickler genau die richtige Expertise in unser Travelloc-Team einbringt. Dennoch mussten wir bald feststellen, dass das Programmieren einer App zeitaufwendiger als gedacht und mit ordentlichen Rückschlägen verbunden ist. Davon haben wir uns jedoch nie einschüchtern lassen.

Eine weitere echte Herausforderung war und ist es zu akzeptieren, dass sich nicht immer alles sofort und direkt umsetzen lässt, sondern manchmal etwas mehr Zeit benötigt. Trotzdem ist es jeden Tag aufs Neue faszinierend, wie sich das eigene Produkt vom ersten Wireframe bis zur heutigen App kontinuierlich weiterentwickelt und immer besser wird.

Nächster Schritt bei Travelloc: Launch der Android-App

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Wir sind mit dem Start durchaus zufrieden. Die App wird angenommen, was uns darin bestätigt, dass bereits sehnsüchtig auf eine Lösung wie Travelloc am Markt gewartet wurde. Für September 2019 ist der Launch der Android-Version geplant, was unsere Reichweite nochmals deutlich vergrößern wird. Zudem konnten wir erste Influencer, Stadtmagazine und Branchenexperten von unserem Konzept überzeugen, die bereits damit begonnen haben, ihre Lieblingslocations mit der Travelloc-Community zu teilen. Neue nützliche Features, wie die Möglichkeit, über Delinski vergünstigt Restaurants zu buchen, sorgen zusätzlich für eine schnelle Etablierung der Plattform. 

„Die Gründerszene in München entwickelt sich seit Jahren sehr positiv“

5. Was bedeutet München für Euch?

Wir sind allesamt überzeugte Wahl-Münchner. Die Stadt ist jedem von uns zur zweiten Heimat geworden, in der wir bereits einige prägende Jahre verbringen durften. München bietet alle Facetten einer Großstadt und bleibt gleichzeitig überschaubar. Das steigert den Wohlfühlfaktor — mehr Lebensqualität als in München geht in Deutschland kaum.

Die Gründerszene in München entwickelt sich seit Jahren sehr positiv. So bieten Konzepte wie das Werk1 für Gründer großartige Möglichkeiten und sind definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Nichtsdestotrotz kann hier noch sehr viel passieren — zum Beispiel was das kaum vorhandene Angebot an bezahlbaren Co-Working-Spaces betrifft. Alles in allem gibt es neben Berlin aber wohl kaum eine andere deutsche Stadt, die für motivierte Gründer so attraktiv ist wie München.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Wir lösen mit Travelloc ein Problem, mit dem sich vor allem unsere Generation immer wieder herumschlägt, wenn es darum geht, Städtetrips oder Reisen zu planen. Individualität steht so hoch im Kurs wie noch nie und verdrängt den Mainstream immer mehr aufs Abstellgleis. Daher lehnen wir uns so weit aus dem Fenster zu sagen, dass wir uns auf der Epic Fail Night sicherlich nicht sehen werden. Wir sind aber realistisch genug um zu wissen, dass harte Arbeit und Fleiß für ein erfolgreiches Startup nicht immer ausreichen. Es gehört auch eine ordentliche Portion Glück dazu. Wir vertrauen darauf, dass wir mit Travelloc den richtigen Weg eingeschlagen haben, um den Reisemarkt zu revolutionieren und ihn zugänglicher zu machen.

7. Steckerlfisch oder Schweinshaxe?

Dreimal Schweinshaxe, bitte. Und eine Extraportion Knödel für Sudhanshu, unseren überzeugten Vegetarier.

Sandra Ohse

Sandra Ohse hat bisher als Redakteurin für eine bekannte Computer-Zeitschrift über die neuesten technischen Innovationen berichtet. Nun freut sie sich darauf, in die Welt der Startups einzutauchen, kreative Köpfe kennenzulernen und sie auf ihrem Weg redaktionell zu begleiten.

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