Die Webmag-Gründer David Maus (l.) und Christian Wust. (© 2019 by Thomas Kiewning / BK Media Solutions)

Digitale Magazine für Unternehmen — 7 Fragen an… Webmag

Webmag entwickelt eine Plattform für digitales Corporate Publishing und wird derzeit vom Media Lab Bayern gefördert. Unternehmen können mit Webmag Kundenmagazine und Produktbroschüren günstig und einfach erstellen. Die beiden Gründer erklären uns ihr Startup.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch und Euer Produkt bitte kurz vor! 

Wir sind David Maus (34) und Christian Wust (34) von Webmag. Wir haben uns schon vor mehr als zehn Jahren im Bachelor-Studium kennengelernt, zusammen in einer WG gewohnt und jede Menge Projekte gestemmt. Wir haben uns dann beruflich in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt: David hat sich dem Design und der Entwicklung von Software gewidmet, Christian der Kommunikation, PR und Marketing für Technologieunternehmen. Wir haben uns für Webmag erneut zusammengetan, um eine Lösung für digitales Corporate Publishing auf den Markt zu bringen. Warum? Weil wir beobachten, dass die Herausgabe eigener Publikationen für Unternehmen immer wichtiger wird, die meisten bei der Digitalisierung aber noch hinterher hinken. Kundenmagazine oder Produktbroschüren landen als statisches PDF auf der Firmen-Webseite und sind alles andere als nutzerfreundlich. Digital First — Fehlanzeige! Wir haben deshalb eine Plattform entwickelt, mit der Unternehmen digitale Magazine kosteneffizient und vor allem einfach erstellen können — und neue Potenziale dank Data Analytics oder Call-to-Action-Buttons schnell ausschöpfen.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Stimmt, es gibt viele Möglichkeiten, digitale Magazine zu erstellen — das ist aber fast immer mit hohen Kosten und viel Aufwand verbunden, weil Agenturen beauftragt und Mitarbeiter mit Spezialkenntnissen benötigt werden. Kleinen und mittleren Unternehmen fehlen dafür häufig die notwendigen Kapazitäten und IT-Ressourcen — oder eben die entsprechenden Budgets. Trotzdem wissen sie, dass sie die Digitalisierung angehen müssen, wenn sie nicht auf der Strecke bleiben wollen. Auch in den größeren Unternehmen wird es immer wichtiger, digitale Projekte so einfach wie möglich in bestehende Prozesse einbinden zu können, sonst dauert die Umsetzung oft Jahre oder wird gar nicht erst angegangen. Ease of Business ist hier das Stichwort. Unser Editor ist so angelegt, dass er ohne großen Aufwand in bestehende Prozesse eingebunden werden kann. Dank vorkonfigurierten Designs kann im Unternehmen wirklich jeder mit wenigen Klicks digitale Magazine, Broschüren, Whitepaper oder andere Publikationen erstellen, die automatisch hochwertig aussehen. Als SaaS-Modell aus der Cloud können Unternehmen die Nutzung ganz einfach an ihren Bedarf anpassen.

3. Was war Eure bisher größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung bestand für uns darin, herauszufinden, was für Unternehmen wirklich funktioniert. Die Technologie selbst ist nicht das große Problem, sondern die exakte Ausrichtung von System und Nutzeroberfläche auf den Bedarf der Unternehmen. Am Ende sind es Nuancen, die dafür sorgen, ob ein Tool wie Webmag angenommen wird oder eben nicht. In diesem Prozess wurde uns zum Beispiel klar, dass wir ein eigenes CMS benötigen, um die Integration reibungsfrei gestalten zu können. Genauso mussten wir die Vorkonfigurierungen für das Design im genau richtigen Maß zuschneiden, damit Mitarbeiter ohne Designkenntnisse nicht in Schwierigkeiten geraten und ihre Ergebnisse dennoch toll aussehen. Entscheidend war auch die Erkenntnis, dass Unternehmen vor allem eines wollen: Digitalisierung: ja unbedingt, aber bloß keinen zusätzlichen Aufwand und bitte keine Bindung von Ressourcen an neue Projekte.

„München ist für uns als Medienstandort natürlich besonders attraktiv“

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Wir haben Stand Heute einen großen Nutzfahrzeughersteller als Kunde und Partner gewonnen, dessen Marketing-Mitarbeiter ihre Publikationen direkt selbst über unsere Plattform erstellen — ohne Grafiker, ohne Agentur und ohne große Abstimmungsschleifen. Im Ergebnis hat die Abteilung nicht bloß ein ungelesenes PDF auf der Webseite, sondern ein Marketinginstrument, das die Leadgewinnung fördert, in Abstimmung mit den Social-Media-Kanälen funktioniert und dank Echtzeit-Tracking optimiert werden kann.  Derzeit bauen wir das Geschäft gemeinsam auf das kleinteilige Händlernetzwerk aus. Mit Webmag als Whitelabel-Lösung tritt der Hersteller gegenüber seinen Händlern als Dienstleister auf und unterstützt sie bei der Digitalisierung. So können Händler die vorgefertigten Online-Magazine ganz einfach adaptieren, um regional relevante Inhalte ergänzen und an ihre Kunden verteilen. Zu niedrigsten Kosten. Für den Hersteller ist das doppelt interessant, denn neben dem Ausbau der Beziehungen zu seinen Fachhändlern stellt er sicher, dass seine eigene Marke beim Endkunden optimal präsentiert wird. Dieses Konzept wird künftig für viele Großunternehmen mit Händlernetzen entscheidend sein bei der Positionierung in den jeweiligen Märkten.

5. Was bedeutet München für Euch?

München ist für uns als Medienstandort natürlich besonders attraktiv. Die Nähe zu Verlagen, Agenturen und Publikationshäusern hilft uns bei der Entwicklung von Produkt und Geschäftsmodell ungemein. Als Mitglied des Fellowship-Programms des Media Lab Bayern haben wir hier auch unsere erste Förderung erhalten. Darüber hinaus ist München Davids Lebensmittelpunkt und die Top-Anbindung für den Berliner Christian ein gern genutzter Grund für immer häufigere Geschäftsreisen.

„Nehmen gerne den Unicorn-Stempel“

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Wir wollen in erster Linie gesund und kontinuierlich wachsen und unseren Partnern ein stabiles, verlässliches Business präsentieren. Das heißt, wir setzen darauf, dass der Markt für digitales Content Marketing wie prognostiziert wächst und wir das Partnergeschäft dank einer soliden Grundlage schnell hochskalieren können, wenn es darauf ankommt. Wenn die Strategie aufgeht, nehmen wir gerne den Unicorn-Stempel — und teilen unsere Erfahrungen trotzdem auf der Epic Fail Night.

 7. Isar oder Englischer Garten?

Ganz klar: Isar! Und zwar den nördlichen Teil hinter dem Stauwehr. Hier ist selbst im Hochsommer nicht viel los und es gibt herrliche Buchten zum Schwimmen, Grillen und Relaxen. Mit dem Fahrrad ist man in 20 Minuten da und mit einem kühlen Bier wird der Feierabend zum Mini-Urlaub.

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