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Werden Avi Medical und Pricefx die nächsten Münchner Einhörner?

Der Unicorn-Status, also eine Unternehmensbewertung von einer Milliarde Dollar oder mehr, ist für viele Startups ein Traum – alleine schon, weil nur wenige Jungunternehmen diesen erreichen und er für viel Aufmerksamkeit sorgt. Welches Münchner Startup könnte nun als nächstes den begehrten Titel erhalten?

Alljährlich veröffentlicht die Vivatech, eines der größten Startup- und Technologie-Events in Europa, in Zusammenarbeit mit der Investmentbank GP Bullhound die Liste „Top 100 Next Unicorns“. Auf ihr versammeln die beiden Partner mit Unterstützung von Accel, Eurazeo, Northzone und Partech 100 Startups aus Europa, die das Potenzial haben, die nächsten Einhörner zu werden. Bislang hat etwa ein Drittel der Unternehmen, die es von 2019 bis 2023 auf die Liste geschafft haben, bereits den Einhorn-Status erreicht.

Die diesjährigen potenziellen Einhörner kommen aus 16 verschiedenen Staaten, wobei die drei führenden Länder Großbritannien (22 Startups), Frankreich (21 Startups) und Deutschland (14 Startups) sind. KI ist einer der wichtigsten Sektoren in diesem Bereich, gefolgt von SaaS und digitalen Medien. Unter den 14 Jungunternehmen aus der Bundesrepublik finden sich auch zwei Münchner: Avi Medical und Pricefx.

Avi Medical

Avi Medical betreibt moderne, technologieunterstützte Hausarztpraxen in München, Hamburg und Berlin. An mehreren Punkten kommen dabei moderne KI-gestützte Technologien zum Einsatz. So erkennt die Software schon im Buchungsprozess den Grund des Besuchs, es werden digitale Patientenbögen genutzt und medizinische Daten automatisiert in die hauseigene Plattform übernommen. Dadurch sollen unter anderem die Ärzte von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und rund 20 Prozent mehr Zeit mit den PatientInnen verbringen als andere Hausärzte. Das 2020 vom Konux-Mitgründer Vlad Lata und dem Arzt Julian Kley gegründete Startup konnte zuletzt in seiner Series-B-Runde 50 Millionen Euro Kapital einsammeln, bei einer geschätzten Bewertung von 200 bis 300 Millionen Euro. Das Gesamtfunding von Avi Medical liegt bei rund 88,5 Millionen Euro.

Pricefx

Pricefx mit Sitz in Pfaffenhofen an der Glonn bei München bietet eine Cloud-Pricing-Software an. Ein Algorithmus berechnet auf Grundlage der Lagerbestände, Wettbewerberpreise, Nutzerdaten und Betriebskosten den optimalen Preis für Produkte in Webshops. So will das Startup den Verkaufsprozess deutlich schneller und erfolgreicher gestalten. Das bereits 2011 gegründete Unternehmen sicherte sich zuletzt 2020 rund 57 Millionen Euro (65 Millionen Dollar). Damals lag die Bewertung des Startups bei 236 bis 355 Millionen Euro. Die Gesamtfinanzierung von Pricefx beträgt rund 115 Millionen Euro.

Übrigens: Munich Startup und Munich Business, die Wirtschaftsförderung der Stadt München, schicken eine Delegation aus mehreren Startups zur Vivatech. Wer mit dabei sein will, kann sich bis 22. März bewerben. Mehr Informationen dazu findet Ihr hier.

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