Diese 5 Münchener ‚Smart Manufacturing‘-Startups sollten Investoren auf dem Schirm haben

Neben den ganz großen DAX-Unternehmen wie Bosch, Siemens und der Allianz haben sich im Startup-Hotspot München bereits einige vielversprechende junge ‚Smart Manufacturing‘-Unternehmen angesiedelt, die tiefgreifende Innovation in den Fertigungssektor bringen werden. Weltweit haben Venture-Investoren mehr als 5,9 Milliarden Euro investiert; das Kapital blieb nicht ungenutzt.

‚Smart Manufacturing‘ ist einer der global am dynamischsten wachsenden Märkte. Zwischen 2017 und 2018 lagen die IT-Ausgaben des industriellen OEM (Original Equipment Manufacturer) bei 713 Milliarden Euro, 2025 sollen 75 Milliarden IoT (Internet of Things)-Geräte bzw. Sensoren in Smart Factories installiert sein. Startups mit Industrie 4.0-Fokus erhielten in 2018 über 5,9 Milliarden Euro an globalem Wagniskapital. Und weltweit sind die Investitionen in ‚Smart Manufacturing‘ zwischen 2013 und 2018 um das 14-fache gestiegen. Für Investoren ist gerade jetzt die beste Zeit, sich die vielversprechendsten Startups der Branche genauer anzusehen.

Vernetzte Industrie — diese Startups helfen Unternehmen, den Überblick zu behalten

Gerade im ‚Smart Manufacturing‘-Bereich ist München Vorreiter und kann einige spannende Startups vorweisen. Diese Jungunternehmen arbeiten auf Hochtouren an neuen Lösungen für die Industrie. Sie unterstützen andere Firmen in einer immer vernetzteren Welt dabei, den Durchblick zu behalten und effizient planen und arbeiten zu können. Große Marken wie BMW, Continental oder L’Oréal haben das Potential der jungen IIoT (Industrial Internet of Things)-Player längst für sich erkannt und arbeiten mit ihnen bereits in der ein oder anderen Form zusammen.

Diese fünf erfolgreichen Startups sollten Investoren unbedingt auf dem Schirm haben:

Celonis — Big Data fürs Process-Mining

Celonis hat eine Big-Data-Technologie entwickelt, mit der Unternehmen ihre Geschäftsprozesse visualisieren und analysieren können, auch bekannt als Process-Mining. 2015 wurde Celonis als das am stärksten wachsende Technologieunternehmen in Deutschland mit knapp 4.000 Prozent Umsatzwachstum innerhalb von vier Jahren im Rahmen des Deloitte Fast 50 Awards ausgezeichnet. 2018 erhielt das Münchner Startup im Zuge einer von Accel angeführten Finanzierungsrunde 50 Millionen US-Dollar und stieg zum Unicorn auf.

Inzwischen ist Celonis der weltweit führende Anbieter im Bereich Process Mining. Die Erfolgswelle scheint für Celonis weiter anzuhalten: Für die nächsten Jahre schließt das Unternehmen einen Gang an die Börse nicht aus. Zu den namhaften Kunden von Celonis zählen unter anderem Vodafone, Honeywell, Siemens, L’Oréal und Uber.

Konux — smarte Sensoren, Datenfusion und KI-basierte Analytik für die Deutsche Bahn

Die Kombination aus smarten Sensoren, Datenfusion und KI-basierter Analytik hilft Bahnbetreibern wie der Deutschen Bahn, die Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen und Instandhaltung besser planbar zu machen. Das Konux-System überwacht und analysiert kontinuierlich den Zustand wichtiger Weichenkomponenten wie beispielsweise dem Gleisbett und gibt konkrete Empfehlungen. Es ermöglicht so eine deutlich effizientere Instandhaltung, denn Infrastruktur-Manager können Ausfälle frühzeitig vorhersagen und Art und Dauer der notwendigen Maßnahmen planen. In der letzten Series-B-Runde erhielt das Startup 30 Millionen Euro. An der Runde beteiligte sich unter anderem der prominente Investor Alibaba. Für 2022 plant das Unternehmen an die Börse zu gehen.

Riskmethods — KI zur Risikominimierung in weltweiten Lieferketten

Das IIoT-Startup Riskmethods hat sich zur Aufgabe gemacht, Risiken in weltweiten Lieferketten durch den Einsatz von KI zu minimieren. Die KI des Startups verarbeitet Millionen von Daten und überprüft diese auf relevante Ereignisse, die einen Einfluss auf Lieferketten haben könnten. So unterstützt Riskmethods Unternehmen dabei, Risiken in der Lieferkette proaktiv zu identifizieren, das Schadensausmaß zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das Münchner Startup konnte insgesamt bereits 20 Millionen Euro einsammeln. Zu den Investoren zählen unter anderem der Digital Growth Fund und der Wachstumsfonds Bayern. Bekannte Namen wie Bosch, Swisscom und Huawei sind bereits Kunden.

Germanedge — Effizienz für die vernetzte Produktionswelt

Das Münchner Startup Germanedge ist ein Zusammenschluss von fünf Anbietern von Management Execution Systemen (MES) und Advanced Planning Systemen (APS). Das IIoT-Startup entwickelt eine Software, die es seinen Kunden ermöglicht, intelligent verknüpfte Produktionswelten effizienter zu gestalten. Das Unternehmen generiert einen Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro jährlich. Zu seinen Kunden in Deutschland, Belgien, USA und China zählen unter anderem BMW, Daimler und Continental.

Workerbase — Smartwatch für die Industrie

Das Münchner Startup Workerbase hat eine Manufacturing Workflow Platform für effiziente manuelle Arbeitsprozesse in der Industrie entwickelt. Dabei werden diese in digitale Workflows für mobile Geräte und Wearables , wie zum Beispiel die eigens hergestellte Smartwatch für den industriellen Einsatz, überführt. Zusätzlich können Manufacturing-Apps erstellt werden, die an ein IoT-Backend angeschlossen sind. Workerbase wird von Venture Capital Funds und einem Team erfahrener Business Angels unterstützt.

Nachfrage nach effizienten Technologien steigt

Gerade in einer Welt, die immer vernetzter wird, steigt die Nachfrage nach neuen effizienten Technologien und Lösungen, um den Überblick nicht zu verlieren, Schritt halten zu können und Verluste zu vermeiden. Das zeigen auch die Zahlen des von GP Bullhound kürzlich erstmals veröffentlichten ‚Smart Manufacturing‘ Reports. ‚Smart Manufacturing‘-Startups sind demnach gefragter denn je und werden es auch noch lange bleiben. Für Kapitalgeber lohnt es sich deshalb, die Szene im Auge zu behalten und bereits jetzt in die Zukunft der vernetzten Industrie zu investieren.

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