Altermobili: Mit App und Chip schneller einen Parkplatz finden

Das Münchner Mobility-Startup Altermobili will den Parksuchverkehr reduzieren. Mit dieser Idee sind die Gründer nicht allein am Markt. Jedoch weiß das Startup über ihre batteriebetriebene ‚Plug & Play‘-Hardware und die App, dass ein Parkplatz frei wird, bevor das Auto aus der Lücke fährt. Eine Crowdfunding-Kampagne konnte das Startup bereits erfolgreich abschließen, ebenso eine Pre-Seed-Finanzierung. Mitgründerin Ophélie Jaschke hat unsere 7 Fragen beantwortet.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Altermobili, ein Smart-Mobility-Startup aus München, das Anfang diesen Jahres gegründet wurde. Unser Ziel ist es, eine führende Firma im Bereich nachhaltige Mobilität zu werden. Dabei liegt unser Fokus darauf, Parkplatzsuchverkehr um 30 Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig wollen wir die Anzahl der Fahrten halbieren, bei denen es unwahrscheinlich ist, einen Parkplatz zu finden.

Altermobili-Mitgründerin Ophélie Jaschke hat unsere Fragen beantwortet.

Damit uns das gelingt, vernetzen wir Fahrzeuge zu einer ‚Connected Cars Community‘. Dazu setzen wir unseren kleinen Chip ‚Almo‘ ein. Die Hardware wird im Auto angebracht und verbindet sich über Bluetooth mit unserer Smartphone-App. Wenn ein App-Nutzer sein Auto ausparkt, erkennen wir das und teilen den freien Parkplatz mit allen anderen Almo-Nutzern. Unsere Lösung ist so schlau, dass sie den Ausparkvorgang sogar 60 Sekunden vorher anzeigt. Damit wissen nur unsere Nutzer, wenn ein anderer Nutzer einen Parkplatz freimacht.

Altermobili-Gründer: Startup-Erfahrung mal drei

Unser Gründerteam besteht aus Michael Jaschke, IT-Serienunternehmer, László Török, einem Startup-erfahrenen CTO, und mir, Ophélie Jaschke, US-Anwältin. Mein Mann Michael hat unter anderem erfolgreiche Firmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data in den USA und Europa aufgebaut. László ist dem Gründerteam offiziell diesen Monat beigetreten. Er bringt langjährige Erfahrung in der Software-Entwicklung in großen Firmen und Startups mit. Und ich habe 15 Jahre lang Startups in den USA zum US-Einwanderungsrecht beraten.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Den Einwand müssen sich viele Startups anhören — auch im Bereich Mobilität. Denn gerade hier wollen in Zeiten von Klimawandel und Dieselfahrverboten alle eine Lösung finden!

Allerdings ist das, was wir machen — und vor allem wie wir es machen — einzigartig. Denn Almo erkennt und zeigt Parkplätze an, bevor sie frei werden. Damit schaffen wir einen sogenannten ‚unfair advantage‘, da nur unsere Nutzer wissen, wo in den nächsten 60 Sekunden ein Parkplatz frei werden wird.

Die Mischung macht den Erfolg

3. Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

Klare Antwort — eine Mischung aus Grit, Erfahrung und Innovation!

  • Grit: Dieser Begriff ist von der US-Psychologin Angela Duckworth als eine Kombination von Leidenschaft und Hartnäckigkeit beschrieben. Das haben wir!
  • Erfahrung: Alle Altermobili-Teammitglieder haben für Startups gearbeitet und dort fundamentale Erfahrung für den Aufbau von Unternehmen gesammelt.
  • Innovation: Wir lieben Innovation und glauben, dass Technik das Leben essentiell verbessern kann. Genau dafür investieren wir einen beträchtlichen Teil unserer Zeit.

4. Butter bei den Fischen: Wie läuft das Geschäft? 

Unsere Entwicklungskurve ist erstaunlich steil. Wir haben viele Meilensteine in kürzester Zeit erreicht, und hatten nicht mal Zeit, eine Flasche Champagner aufzumachen! Wir haben im Januar die Firma gegründet, im Mai unser Pre-Seed-Funding abgeschlossen, im Juni unseren Launch gestartet, sind im Juli eine Datenpartnerschaft mit Share Now eingegangen und im August haben wir László und Daniela (unsere erfahrene Marketing-Direktorin) für unser Team gewonnen. Im September integrieren wir Share Now und zeigen dann unseren Nutzern zusätzlich Tausende von freien Parkplätzen pro Tag. Eine tolle Sache!

Zurück zu den Wurzeln

5. Was bedeutet München für Euch? 

Nach den 17 Jahren, die Michael und ich in USA verbracht haben, ist München wieder Heimat für uns. Wir leben und arbeiten unglaublich gerne hier. László hat auch drei Jahre in London gearbeitet, bevor er seinen Weg nach München zurückgefunden hat. Daniela hat Mexiko verlassen, um wieder näher bei ihrer Familie zu sein.

München ist sehr umtriebig, was die Gründerszene anbelangt und bietet für unsere Firma zahlreiche Interaktionen und Kooperationen mit anderen Startups. Die Stadt ist auch der Standort von vielen großen Automobil- und Car-Sharing-Firmen, mit denen wir kooperieren können.

6. Wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Was für eine Frage, Unicorn of course! Startups sollen nicht nur für ‚Weltfrieden‘ arbeiten, sondern auch Geld verdienen. Für uns allerdings ist ein weiteres Ziel wesentlich: Wir wollen hier und in vielen anderen Städten Europas den Parksuchverkehr um 30 Prozent durch unsere Lösung reduzieren. Das ist die Mission unserer Firma.

7. Wandern oder Biergarten?

Schwer zu sagen, da München toll für beides ist! Aber wir haben nachgefragt: Javi und László stimmen für Biergarten, Daniela, Sophia, Michael und ich sind für Wandern: Es steht also vier zu zwei für Wandern!

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