Tobias Schneider (exaas), Alexander Marks (Oskar Frech), und Manfred Tropper, (Mantro) (v.l.n.r.)

Fachwissen-Plattform fürs Manufacturing: Kooperationsstartup Exaas

Mit der Plattform Exaas wollen der Münchner Company-Builder Mantro und Mittelständler Oskar Frech, ein Tech-Lieferant für Druckguss, eine Marktlücke in der Produktion füllen. Die neue Plattform soll dem Fachkräfte- und Fachwissenmangel in der deutschen Industrie entgegenwirken, indem sie Einkäufern und Herstellern technischer Produkte Zugriff auf externes Fertigungswissen verschafft. So sollen Bauteile günstiger und effizienter hergestellt werden.

In Zusammenarbeit mit dem Mittelständler Oskar Frech — einem schwäbischen Unternehmen mit 800 Mitarbeitern und einem Umsatz von 125 Millionen Euro — entstand vor rund einem Jahr die Idee zu Exaas. Mehrere Pilotprojekte mit Industrieunternehmen wurden bereits im Sommer 2019 umgesetzt.

Mit aktuell acht Mitarbeitern ist das Startup nun gut aufgestellt. Der Vorteil eines solchen Kooperationsprojekts ist insbesondere, dass das Jungunternehmen durch die Venture Partner auf einen Pool von rund 70 Mitarbeitern für Marketing, Softwarewareentwicklung und Technolgieberatung zugreifen kann.

Von der Idee zur Umsetzung

Aber was genau will die neue Plattform leisten? Da die Manufacturing-Industrie sich oft zu sehr auf die Funktionsentwicklung ihrer Produkte fokussiert, fehlt oftmals Produktionswissen, um Bauteile für das jeweils spezifische Fertigungsverfahren zu optimieren. Die digitale Plattform Exaas — der Name steht für „Expertise-as-a-Service“ — will genau hierfür eine Lösung bieten und so Kosten und Aufwand senken. Über eine einfache Suchfunktion sollen Hersteller oder Einkäufer Fachexperten wie Maschinenbau-Betriebe, Werkzeug- oder Teilefertiger und außerdem auch Berater sowie industrienahe Forschungsinstitute finden.

Exaas-CEO Tobias Schneider sagt:

„Wir sitzen hier in Deutschland und angrenzenden Ländern auf einem enormen Wissensschatz was Fertigungsexpertise angeht. Uns bietet sich die einzigartige Chance, dieses Wissen zugänglich zu machen, um ‚Made-in-Europe‘ zu der Technologiemarke der nächsten Jahrzehnte zu führen.“

Wie sich Exaas von der Konkurrenz abheben will

Das neue Expertennetzwerk beinhaltet statt Freiberuflern bestehende Betriebe. Laut CEO Tobias Schneider kann Exaas von der Konzeption der Bauteilidee über die Konstruktion, Dokumentation, Beschaffung und Fertigung unterstützen. Anders als Ingenieurdienstleister und Freelancer-Plattformen will die neue Plattform verloren gegangenes Fertigungswissen wieder zurück in die Abteilungen bringen. Auch können „kleine“ Lösungspakete, wie zum Beispiel dreistündige interaktive Websessions für eine Herstellbarkeitsanalyse eines Bauteils, gebucht werden. Geht man aktuell auf die Seite des Startups, sieht die Suche allerdings wie folgt aus: Man gibt seine Kontaktdaten ein und beschreibt, wobei man Unterstützung benötigt.

Aktuell ist Exaas also noch in der Evaluierungsphase, in der das Team herausfinden will, was genau die Kunden brauchen. Aus den Ergebnissen der aktuell laufenden Beratungsprojekte mit Pilotkunden heraus will das Startup die Einkaufsprozesse für Beratungsleistungen besser verstehen, um die digitalen Lösung optimiert daran ausrichten zu können. 

Das Konzept Companybuilder betreiben in München neben Mantro auch andere Anbieter wie beispielsweise Hyve erfolgreich. Zuletzt standen eher Kooperationen mit großen Corporates wie Audi und Osram im Fokus, aus denen die Münchner Mobilitäts-Startups Mobiko und das Proptech-Startup Visn entstanden sind.

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